WSOP 2010: Benny und Flo cashen, Philipp führt beim 25K-Spektakel
Donnerstag, Juli 1st, 2010
And the winner is: Chance Kornuth! Auch das Bracelet beim $5.000 Pot-Limit Omaha (Event #50) bleibt in den USA. Chance Kornuth aus Denver setzte sich im Heads-up gegen Landsmann Kevin Boudreau ($313.792) durch und kassierte für den Sieg $508.090 Prämie. Für unseren deutschen Hoffnungsträger Benny Spindler dagegen, der als Fünfter in Chips so aussichtsreich in den Finaltag gestartet war, entwickelte sich das Ganze zu einem Alptraum.
Bereits in Level 19 hatte Benny über zwei Drittel seiner ehemals 339.000 Chips eingebüßt und in Level 20 (6.000/12.000) folgte das Aus auf dem für ihn sicherlich enttäuschenden 19. Rang ($15.566). Mark Eddleman hatte von Cut-off gelimpt und Benny spielte vom Button Pot für insgesamt 54.000, womit ihm noch 40.000 Chips blieben. Eddleman callte nur, der Flop brachte [kc][qc][5c] und schon wanderten auch die restlichen Chips in die Mitte. Benny zeigte [qh][qd][tc][6s] zum Set, aber Eddleman hatte mit [jc][8c][7h][ts] den Flush gefloppt. Es folgten die [3c] und die [7c] und das war’s dann auch für Benny.
Jason Mercier
Team PokerStars Pro Jason Mercier hatte seine 221.000 zunächst verdoppelt, aber ebenfalls mit der Entscheidung nichts zu tun. Er verlor letztlich einen großen Pot mit [ac][ah][td][ts] gegen Eric Liu, der mit [js][tc][7d][8s] am Turn einen Flush komplettierte. Für Mercier war es somit Rang 16 für $19.479.
Teamkollege Jose Nacho Barbero schaffte es zumindest an den Finaltisch, war mit 256.000 Chips aber short und nachdem Danny Smith in Level 23 (12.000/24.000) auf 65.000 geraist hatte, ging der Argentinier All-in. Smith snapcallte mit [ah][as][qc][8c], Barbero zeigte [ad][kc][jh][8d] und das Board wurde mit [ac][8h][6h][4c][6c] gedealt. Platz neun für Barbero und $40.364 Preisgeld.
Bester deutscher Spieler beim $3.000 Triple Chance wurde Team PokerStars Pro Florian Langmann, der einen guten 24. Platz für $17.471 Preisgeld belegte. In den entscheidenden Händen musste Florian immer wieder große Rückschläge einstecken, so zum Beispiel in Level 16 (2.000/4.000, Ante: 500). Mit Two Pair verlor er gegen die Braodway-Straight von David Singer und statt mit über 350.000 zu den Chipleadern zu gehören, musste Florian mit 117.000 nahezu von vorn anfangen. Drei Level später (5.000/10.000, Ante: 1.000) bekam er seine 125.000 mit [ad][th] vor dem Flop im Pot unter, Bigstack Tommy Vedes fand Queens und das Board brachte [ks][6s][6d][9d][kc].
Tief im Geld beim Triple Chance: Flo Langmann
Gavin Griffin, ebenfalls Team PokerStars Pro, hatte sich drei Plätze zuvor verabschiedet, während für Jonas Kronwitter aus München schon auf Platz 71 Endstation war. Dafür gab es aber schon $7.457 Preisgeld. Den Finaltag erreichten letztlich zwölf Spieler, mit Jon Eaton (1.678.000) an der Spitze. Tommy Vedes liegt mit 984.000 an dritter Stelle.
So richtig zur Sache ging es gestern beim mit Spannung erwarteten $25.000 No-Limit Hold’em Six-max. Trotz der tiefen Struktur mit 75.000 Startchips und Blinds beginnend bei 150/300 knallte es in von Beginn an, sodass Yevgeniy Timoshenko, Peter Gould, Tom Dwan und Joa Cada nicht einmal die erste Pause erreichten. Ganz so heftig kam es für Tobias Reinkemeier zwar nicht, aber den Tag sollte der Highroller Champion der EPT Monte Carlo auch nicht überleben. Ein verlorener Coinflip mit Pocket-Vieren gegen [kc][qc] bedeutete den endgültigen Bust-out in Level acht (800/1.600).
Zwei weitere deutsche Spieler sind dafür unter den 69 Spielern für Tag 2 zu finden, einer von ihnen ist sogar Chipleader. Philipp Gruissem aus Aachen erwischte einen fantastischen Tag und setzte sich mit 548.000 Chips an die Spitze. Ihm dicht auf den Fersen sind Jason Sommerville (516.600), Isaac Haxton (460.500) und Team PokerStars Pro Daniel Negreanu (407.100), der von Level eins an in den Top 5 zu finden war.
Schaute nur zu Beginn etwas skeptisch: Daniel Negreanu
Armin Zoike aus Dortmund hat sich mit 217.800 Chips im Mittelfeld platziert und bei Blinds in Höhe von 1.500/3.000 mit Ante 400 (Level 11) ist heute auch für ihn noch einiges drin. Nicht ganz so gut sieht es bei dem Österreicher Markus Golser aus (104.200). Ich drücke auf jeden Fall die Daumen, denn es geht schließlich auch um insgesamt $4.536.250 an Preisgeldern (191 Teilnehmer) und die erste Preisstufe ab Rang 18 bringt bereits $58.699. Das Bracelet bei diesem Highroller-Event wiegt satte $1.315.518. Im Rennen bleiben auch die PokerStars Pros John Duthie (256.800), Barry Greenstein (194.800) und Vanessa Rousso (78.000).
Nicht wirklich spannend verlief die erste Runde beim $1.500 Limit Hold’em Shootout. 548 Spieler sorgten für einen Preispool in Höhe von $739.800 und alle 64 Sieger von gestern haben $4.135 sicher, während für den Sieg $184.950 ausgezahlt werden. Damit werden heute 8 Tische mit jeweils acht Spielern besetzt und die Sieger der zweiten Runde bestreiten am Freitag das Finale.
Mit dabei sind unter anderem der Schweizer Claudio Rinaldi, die Team PokerStars Pros Marcel Luske und Pat Pezzin, Terrence Chan, David Steicke, Barry Shulman und Yevgeniy Timoshenko, der zuvor ja einen Kurzauftritt beim 25K-Event hatte.
Um 12 Uhr (21 Uhr MEZ) beginnt dann auch das letzte $1.000-Donkament der WSOP und fünf Stunden später startet mit der $10.000 World Championship Pot-Limit Omaha noch ein letztes Highlight vor dem am Montag beginnenden Main Event. Es wird also noch ein spannendes und für Negreanu & Co. sehr stressiges Wochenende, da auch das Tournament of Champions am Sonntag in die Entscheidung geht.



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