Toby Lewis gewinnt EPT Vilamoura
Donnerstag, September 2nd, 2010
Soeben ist im sonnigen Portugal, genauer gesagt in Vilamoura, der zweite Stop der aktuellen European Poker Tour Saison zuende gegangen. Der Brite Toby Lewis konnte sich am Final Table durch setzen und nimmt € 467.835 von der Algarve mit nach Hause auf die Insel. Am stark besetzten Final Table, an dem mit Rob Hollink auch ein Spieler vertreten war der bereits einen EPT Titel in der Tasche hat, konnte Lewis einen Start-Ziel-Sieg erringen indem er den Chiplead den er anfangs inne hatte bis zum Schluss nicht mehr abgab.
Im Heads-Up bezwang der 20 jährige aus Southampton den Schweden Martin Jacobsen. Wie Lewis im anschliessenden Interview aussagte, war Jacobsen ein würdiger Runner-Up, der “keine großen Fehler macht und nur durch ein Cold Deck bezwungen werden konnte.” So sollte es nach einigem hin und her im Duell der letzten beiden auch kommen. In der Finalen Hand floppte Jacobsen Two-Pair, lag damit jedoch gegen das Set von Lewis weit zurück. Es kam wie es kommen musste, die beiden raisten sich All-In, das Set hielt und Lewis war der strahlende Sieger.
Nicht nur ehemalige Bracelet und EPT Gewinner nahmen am Final Table Platz. So saß in Person Teddy Sheringhams auch ein Championsleague-Sieger mit am Tisch. Der ehemalige Manchester United Star, der nach seiner Profifußball Karriere das Pokern für sich entdeckt hat, konnte den fünften Platz erringen und sicherte sich mit über € 90.000 seinen bisher größten (Poker)Zahltag. Für Sheringham war dies bereits der dritte Cash bei einem Main Event der European Pokertour binnen eines Jahres und man darf gespannt sein, wann der Ehemalige Torschütze am Pokertisch wieder zuschlägt.
Als erster musste der Lokalmatador Sergio Coutinho seinen Stuhl räumen. Nachdem er aussichtsreich und mit seinen Chips im Mittelfeld der letzten acht Spieler gestartet war, musste er früh viele Chips einbüßen und sich dann gegen Sam Trickett geschlagen geben. Als bester Deutscher landete Wolfgang Wurzer auf Platz 32 und trug sich damit unter anderem neben Luca Pagano und William Thorson in die Liste der “Money Finisher” in Vilamoura ein. Die englische Fraktion bei der EPT konnte mit dem jüngsten Titel ihren Vorsprung weiter ausbauen. Insgesamt dürfen nun bereits 10 Briten einen EPT Titel ihr eigen nennen.
Hier die Ergebnisse des Final Tables:
1. Toby Lewis, United Kingdom, €467.835
2. Martin Jacobson, Schweden, €297.984
3. Jason Lee, USA, €186.240
4. Sam Trickett, United Kingdom, €139.680
5. Teddy Sheringham,United Kingdom, €93.120
6. Frederick Jensen, Dänemark, €74.496
7. Rob Hollink, Holland, €55.872
8. Sergio Coutinho, Portugal, €37.248
Von anfänglich 7319 Spielern sind nun nur noch 78 Spieler über, die gestern in Tag 7 des WSOP Main Events starteten. Besonderes Augenmerk legen wir natürlich auf den deutschen Ex-Basketballer Michael Skender.
Er hat es wieder einmal vollbracht. Bei der World Series of Poker 2010 hat Phil Ivey sein insgesamt achtes Bracelet gewinnen können. In Event #37 einem $ 3.000 H.O.R.S.E Turnier schlug er ein stark besetztes Feld aus 478 Teilnehmern. Allein am Final Table saßen neben Phil Ivey noch vier weitere Besitzer eines oder mehrerer goldenen WSOP Bracelets.
Der amerikanische Poker Pro David Baker konnte vergangenes Wochenende sein erstes goldenes Bracelet bei einer World Series of Poker gewinnen. Der 23 jährige aus Bloomfield Hills gewann die No-Limit Deuce-to-Seven Draw Lowball Championship mit einem Buy-In von $ 10.000 gewinnen.
Es war der Final Table eines eher unspektakulären $ 1.500 No Limit Hold’em Event #11 der die Aufmerksamkeit der Pokerwelt auf sich zog. Denn niemand geringeres als Tom “durrrr” Dwan hatte die Chance auf sein erstes Bracelet und damit nach eigenen Aussagen “seinen größten Zahltag aller Zeiten”. Es wird von Beträgen zwischen $ 9.000.000 und $ 12.000.000 gesprochen, die Dwan durch Sidebets erhalten soll, würde er bei der diesjährigen WSOP ein Turnier und damit eines der begehrten Armbänder gewinnen. Dementsprechend war das Interesse vieler Top Pros auf eben dieses Event gerichtet, obwohl einige von ihnen währenddessen an der Seven Card Stud Weltmeisterschaft teilnahmen. Insider berichten, dass sich viele des 170 Mann starken Stud Feldes mehr für die Ansagen des Floorman über die Geschehnisse des “durrrr-Turnieres” interessierten, als für die Karten die sie vor sich liegen hatten. Spät in der Nacht endete dann das Spektakel und die ganze Aufregung sollte umsonst gewesen sein. Tom Dwan konnte zwar das Heads-Up erreichen, scheiterte aber an Simon Watt, der neben dem Bracelet eine Siegprämie von knapp $ 650.000 einstreichen konnte.
Mit Men Nguyen als neuem Seven-Card-Stud Weltmeister, hat die World Series of Poker 2010 den nächsten prominenten Bracelet Gewinner. Im mit 150 exzellenten Spielern besetzten $ 10.000 Turnier #10 sicherte sich “the Master” an einem ebenso exzellent besetztem Final Table den Titel. Der aus Vietnam stammende Nguyen schließt mit dem Gewinn seines insgesamt siebten goldenen Armband zu Billy Baxter und Phil Ivey auf. Zusammen liegen sie an sechster Stelle in der “All Time WSOP Winnings” Rangliste. Die $ 367.000 in Cash schrauben die Gesamtgewinne des Altmeisters auf über $ 3mio bei der WSOP und auf offiziell über $ 8mio an Karrieregewinnen. Wobei die offiziellen Zahlen zu “the Masters” Turniercashes variieren. Sicher ist lediglich, dass er mit dem Gewinn der Seven-Card-Stud Weltmeisterschaft seinen 67 Cash und den insgesamt 38. Final Table bei einer WSOP erreichen konnte. Damit liegt er in beiden Rankings knapp hinter Phil Helmuth. Nach eigenen Angaben konnte Men Nguyen in seiner Karriere bereits über 500 Turniere in den Geldrängen beenden.