WSOP 2010: Perfekter Start in den Sonntag und jetzt sind Michael Keiner & Co. am Zug
Sonntag, Juni 27th, 2010
Was für ein perfekter Sonntagmorgen hier in Las Vegas. Deutschland schickt die „Three Lions” mit einer 4:1-Packung zurück auf die Insel und zudem können wir auch mit dem Trauma „Wembley Tor” von 1966 endlich abschließen. Zum Anpfiff war es hier 7 Uhr morgens und daher wurde diesmal nicht gemeinsam im Las Vegas Hofbräuhaus geschaut, ich bin mir allerdings sicher, dass sich dies trotz der erneut frühen Anstoßzeit im Viertfinale ändern wird.
In wenigen Stunden geht es auch schon wieder rund bei der World Series of Poker, wo die ganz großen Erfolgserlebnisse für die deutschsprachigen Pokerspieler in den vergangenen Tagen allerdings ausgeblieben sind. Der Rückblick auf den gestrigen Tag und der Ausblick auf heute lässt aber ein wenig Hoffnung aufkeimen, dass sich dies bei den laufenden Turnieren noch ändert.
Einen langen Weg hatten die 130 Spieler an Tag 2 des $5.000 Omaha Hi-Lo (Event #46) zu bewältigen, denn ab Rang 27 gab es Geld und die Bubble platzte erst gegen 3 Uhr am Morgen. Mit dem Briten Barny Boatman (23.) und Team PokerStars Pro Barry Greenstein (24./jeweils $11.479) verabschiedeten sich noch zwei echte Schwergewichte und bei 21 Überlebenden wurden die Chips eingetütet. Mit Felix Gubitz ist noch ein deutscher mit von der Partie. Der Kölner ist mit 68.000 Chips allerdings shortstacked, Chipleader Sergey Altbregin bringt es dagegen auf 486.000, Devilfish Dave Ulliott folgt mit 415.000. $11.479 Preisgeld sind sicher, doch dem Sieger winken $327.040.
Felix Gubitz bleibt im Rennen (Foto: hochgepokert.de)
Barry Greenstein leider nicht
Am zweiten Tag des $1.500 NLHE dauerte es gerade einmal einen Level bis die Moneybubble platzte und damit 324 Spieler mindestens $2.801 Preisgeld sicher hatten. Als bester Deutscher verabschiedete sich Lasell King auf dem 40. Rang für $13.629, davor hatte es schon Marco Liesy (131./$4.348), Thomas Wolff (139./$4.348), Ronny Schimpf (200./$3.428), Thorsten Schäfer (210./$3.428), Vincent Wagner (284./$2.801) und Marvin Rettenmaier (304./$2.801) erwischt.
Vom Team PokerStars Pro war für Victor Ramdin auf dem 51. Platz ($11.246) Endstation und der Franzose Thomas Bichon erreichte mit 264.000 sogar den dritten Turniertag. Er liegt damit an 22. Stelle von noch 35. Chipleader ist Sam Trickett – der erst vor wenigen Tagen beim $5.000 NLHE als Runner-up eine halbe Million abgeräumt hatte – mit 922.000. Die britische Onlinesensation Stephen Chidwick liegt mit 783.000 Chips auf Rang drei.
Der Pavillion Room platzte wieder aus allen Nähten
Während es bei den genannten Turnieren heute also in den Finaltag geht, steht beim vorletzten $1.000 NLHE erst der zweite Starttag auf dem Programm. Tag 1A nahmen 1.759 Spieler in Angriff, 310 überlebten, darunter auch die Schweizer Fabian Keller (17.675 Chips) und Frederic Rusconi sowie Konstantin Bücherl (12.800), Alexander Nebern (12.200), Bracelet-Gewinner Jörg Peisert (10.850) und Dieter Stoeffler (9.125). Als Chipleader schloss Chernykh Moscow mit 75.150 Chips ab.
Michael Keiner mit guten Start beim 8-Game
Den zweiten Turniertag beim $2.500 Mixed 8-Game wird Jared Jaffee mit 71.125 Chips als Führenden angehen. Insgesamt sind noch 192 der 453 gestarteten Pokerspieler dabei. Der Preispool liegt damit bei $1.041.900 und wird auf die ersten 48 Plätze verteilt. Ganz vorn ist einmal mehr auch Michael Mizrachi (4./56.875) zu finden, dahinter folgt dann schon Team PokerStars Pro Luca Pagano (54.000). Einen guten Tag erwischte auch Michael Keiner, der sich mit 33.375 Chips ebenfalls im oberen Drittel eingefunden hat. Weitere deutschsprachige Spieler im Wettbewerb sind Markus Golser (25.425), Alex Jung (22.450), Felix Osterland (19.375) und Team PokerStars Pro Florian Langmann (7.925).
Mit dem Tournament of Champions startet heute um 13 Uhr Ortszeit (22 Uhr MEZ) noch ein ganz besonderes Highlight der 41. WSOP, denn für 27 der erfolgreichsten Pokerpros geht es in diesem Einladungsturnier um insgesamt $1.000.000 an Preisgeldern. Vom Team PokerStars Pro dürfen Daniel Negreanu, Barry Greenstein, die drei Weltmeister Greg Raymer, Joe Hachem und Joe Cada sowie Wildcard-Gewinner Bertrand ElkY Grospellier an diesem Event teilnehmen und natürlich dürfen auch Doyle Brunson, Phil Ivey, Johnny Chan oder Scotty Nguyen nicht fehlen. Heute werden zunächst die neun Finalisten ermittelt, die dann erst am kommenden Freitag den Champion der Champions ausspielen.







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