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WSOP 2011: Eugene Katchalov holt sein erstes Bracelet

Sonntag, Juni 5th, 2011

wsop2011-thumb-blog.pngSeit dem 31. Mai läuft im Rio All-Suite Casino von Las Vegas die mittlerweile 42. World Series of Poker und in der vergangenen Nacht gab es auch schon das erste Bracelet für das Team PokerStars Pro. Eugene Katchalov, der im Januar schon das $100.000 Super Highroller Turnier im Rahmen des PCA 2011 gewinnen konnte, triumphierte beim $1.500 Seven Card Stud (Event #5) über 356 Mitspieler (Preispool: $481.950) und kassierte $122.909 Siegprämie.

katchalov_wsop_stud.jpgErstes Bracelet für Eugene Katchalov

Im abschließenden Heads-up bekam es der Kanadier mit Alessio Isaia zu tun und der Italiener, der unter anderem Eric Buchman auf Rang drei an die Rails geschickt hatte, führte deutlich mit 1,35 Millionen zu 250.000 Chips (Level 23 – Limits: 15.000/30.000, Ante: 3.000). Katchalov fiel sogar auf 100.000 Chips zurück, doch dann folgte ein sagenhaftes Comeback. Mit einem Drilling Zehner verdoppelte der PokerStars Pro zunächst auf 225.000 und baute Katchalov seinen Stack mit einem Full House, und dem bis dahin größten Pot des Turniers, auf 675.000 Chips aus. Nur ein paar Hände später brachte ein Flush bereits die Führung für Katchalov.

Zu Beginn des nächsten Levels hatten sich die Vorzeichen komplett verschoben, Katchalov gewann einfach jede wichtige Hand. Am Ende war Isaia bereits auf der Third-Street mit [ks][8c]/[jc] All-in, Katchalov zeigte [ac][3d]/[9h] und der Iatliener verbesserte sich auf Fifth-Street mit dem [kc]. Katchalov bekam mit der vorletzten Karte nur die [9c] gedealt, aber am River machte er mit dem [ah] Twopair, Isaia muckte und das erste goldene Armband für Eugene Katchalov war in trockenen Tüchern.

Einen bemerkenswerten Erfolg verbuchte Teamkollege Humberto Brenes bereits eine Nacht zuvor beim $1.500 Omaha Hi-Lo (925Teilnhemer, Preispool: $1.248.750). Das Urgestein aus Costa Rica feierte im vergangenen Monat seinen 60. Geburtstag und legte jetzt auch seinen 60. WSOP-Cash nach. Brenes cashte aber nicht nur, er schaffte es sogar an den Finaltisch und durfte lange Zeit von seinem dritten Bracelet träumen.

Letztlich wurde es „nur” Rang sechs für $42.857, nachdem Brenes seine letzten Chips auf einem [ah][js][tc]-Flop mit [ad][qh][8s][4d] investierte und gegen die Nut-Straight von Kostas Kalathakis [ks][qs][jh][3h] lief. Turn [9d] und River [8d] änderten nichts, aber Humberto ließ sich die Laune nicht verderben und verabschiedet sich mit einem breiten Grinsen aus dem Turnier. Das Bracelet und $262.283 musste Kalathakis dann Francesco Barbaro überlassen.

wsop_humberto_60th.jpg

Der erste WSOP-Cash von Brenes datiert aus dem Jahre 1987, als er Rang 14 für $12.500 erreichte. Seitdem hat er über $2 Millionen bei der WSOP abgeräumt und mit 60 Cashes liegt er in der All-Time-List auf Rang sechs. Lediglich Erik Seidel (61), Berry Johnston (61), Chris Ferguson (63), Men Nguyen (71) und Phil Hellmuth (79) liegen noch vor ihm in dieser Wertung.

Aus deutscher Sicht haben sich ebenfalls erste Erfolge eingestellt. Konstantin Bücherl kam deep im $5.000 No-Limit Hold’em (Event #4), musste am Ende aber mit Rang 20 und $27.442 zufrieden sein. Beim zweiten Championship-Event, $10.000 Pot-Limit Hold’em, waren insgesamt 249 Pokerspieler an den Start gegangen. 28 sind zur Stunde an der Moneybubble, denn nur 27 Plätze werden bezahlt und für Thorsten Schäfer sah es zuletzt mit 271.000 Chips (Blinds: 4.000/8.000) sehr gut aus.

Die Konkurrenz in diesem Turnier ist allerdings gewaltig. Team PokerStars Pro Daniel Negreanu, Robert Mizrachi und Mike Matusow sind mit jeweils knapp unter 200.000 notiert worden, während Amir Lehavot (635.000) das Feld vor Chris Moorman (490.000) anführte. Weitere Bignames mit Bracelet-Chancen sind Stephen Chipdwick, Jason Somerville und Toby Lewis. Auf den Sieger warten satte $573.456 Prämie, die erste Preisstufe bringt $20.129 Preisgeld.

WSOP 2010: Jonathan Duhamel on Life Before Poker

Donnerstag, Juni 2nd, 2011

WSOP 2010: Jonathan Duhamel holt das wichtigste Bracelet erstmals nach Kanada

Donnerstag, Juni 2nd, 2011

wsop2010_thn.jpgEs ist vollbracht! Jonathan Duhamel wurde seiner großen Favoritenrolle im abschließenden Heads-up beim Main Event der World Series of Poker 2010 mehr als gerecht und hielt nach exakt 43 Händen, im abschließenden Duell gegen John Racener, als erster Kanadier das wichtigste Bracelet im Pokerzirkus in den Händen. „Es ist ein Traum der gerade wahr geworden ist”, jubelte Duhamel, der als neuer Weltmeister in die Geschichtsbücher eingeht und dafür mit einem Preisgeld in Höhe von $8.944.310 belohnt wurde.

Der 23-jährige PokerStars-Spieler aus Quebec hatte immer wieder betont, dass für ihn nur der Sieg zählt und sich damit selbst wohl am meisten unter Druck gesetzt. Doch aufgrund der massiven Führung mit 188.950.000 Chips gegenüber 30.750.000, musste Duhamel auch ein früher Double-up von Racener keine Sorgen machen. Der Verdoppler für Racener kam dann auch nachdem die Blinds auf 800.000/1.600.000 (Ante: 200.000) gestiegen waren. Duhamel pushte mit [kh][4c] und Racener fand [qd][qs] für den Call zum All-in. Die Queens hielten stand, allerdings hatte Duhamel seine Führung eine Hand zuvor erst deutlich ausgebaut und Racener verdoppelte gerade einmal auf 36,9 Millionen.

wsop_november_nine_heads_up.jpgHeads-up

Jonathan Duhamel hielt den Druck danach aufrecht, sodass der Stack von Racener wieder deutlich schrumpfte. Vor der alles entscheidenden Hand #262 an diesem Wochenende im Penn & Teller Theater hielt Racener nur noch 14,95 Millionen Chips und callte mit [kd][8d] gegen den Push von Duhamel zum All-in. Der Kanadier drehte [as][jh] um und das Board wurde mit [4c][4d][9s][6c][5c] gedealt. Die bessere Starthand hatte gehalten und das ungleiche Duell ein Ende gefunden.

John Racener erhielt als Runner-up die fantastische Summe von $5.545.955, Jonathan Duhamel dagegen ließ sich in seiner Fan-Ecke feiern und gehört ab sofort zu den ganz Großen im Pokergeschäft. „Es ist mit Abstand der allerschönste Moment in meinem bisherigen Leben”, sagte der 23-jährige im anschließenden Interview. „Dieses Bracelet bedeutet mir so viel. Es ist großartig. Es ist unglaublich.”

jonathan_duhamel_winner_Money.jpgJonathan Duhamel, WSOP Main Event Champion 2010

Zu den Payouts der November Nine.

WSOP 2010: Duhamel zerstört Chong und ist der haushohe Titel-Favorit

Donnerstag, Juni 2nd, 2011

wsop2010_thn.jpgDie November Nine der World Series of Poker sind auf die November Two geschrumpft und das nackte Ergebnis nach elf Stunden Poker im Penn & Teller Theater des Rio All-Suite Hotel und Casino ist nicht wirklich überraschend. PokerStars-Spieler Jonathan Duhamel und John Racener werden in der Nacht von Montag auf Dienstag den wichtigsten Titel im Pokerbusiness unter sich ausspielen und Duhamel hat seine ohnehin gute Ausgangsposition deutlich ausgebaut. Mit einer Führung von mehr als 6 zu 1 in Chips geht der Kanadier als klarer Favorit in die Entscheidung. Ein Durchmarsch war es aber keineswegs für Duhamel.

Das Finale begann sehr verhalten und war zunächst geprägt von Preflop-Entscheidungen. Den besten Start erwischte dabei Jason Senti der zweite PokerStars-Spieler. Senti war mit 7.625.000 der Shortie im Finale, scheute allerdings kein Risiko und baute seinen Chipstapel auf knapp 10 Millionen Chips aus. Dann folgte Hand #28: Soi Nguyen hatte noch 7,6 Millionen Chips vor sich stehen, annoncierte All-in und Senti callte aus dem Small Blind wodurch es erstmals richtig laut wurde im Penn & Teller. Es folgte der klassische Coinflip, [qd][qs] für Senti und [ad][kc] für Nguyen. „Ja-son Sen-ti!” hallte es durch das Theater und der Lautstärkepegel stieg ins unermessliche als der Flop mit [qh][3s][tc] gedealt wurde. Set für Senti, doch Nguyen war weiter am Leben, jeder Jack würde ihm die Straight füllen. Am Turn folgte die [9s] – keine Veränderung. Am River legte der Dealer dann den [ks], Senti war zurück im Titelkampf, Soi Nguyen dagegen musste mit Rang neun und $811.823 Preisgeld vorlieb nehmen.

jason_senti_climber.jpgJason Senti

Nur zwei Hände später war dann auch an der Spitze alles wieder offen, denn Duhamel hatte Filippo Candio vor dem Flop All-in, lag aber mit [ah][kd] gegen [ac][ad] deutlich hinten. Der Italiener verdoppelte dann auch auf fast 32 Millionen, Duhamel blieben 50,5 Millionen, was immer noch die Führung bedeutete.

Doch die Konkurrenz kam immer näher. Michael Mizrachi hatte das All-in von Matthew Jarvis ([9c][9h]) mit [ad][qd] gecallt, traf den [qs][8d][qc]-Flop und die Ecke des Grinders flippte fast aus. Der Pot mit 30 Millionen Chips war zum greifen nah. Die Turncard brachte dann aber die [9s], Jarvis traf seine zwei Outs und lag plötzlich seinerseits meilenweit vorn. Der Dealer drehte den River um – [as]! Rumms! Full House für Mizrachi und was für ein Dolchstoß für Jarvis, der somit Rang acht für $1.045.743 nehmen musste. Mizrachi dagegen durfte mit fast 43 Millionen Chips mehr denn je vom Titel träumen.

Auch danach blieb es ein action-reiches Spektakel, allerdings dauerte es über 60 Hände, bis der nächste Spieler ins Gras beißen musste. Senti hatte den Pot für 1,85 Millionen eröffnet, Joseph Cheong reraiste auf 4,95 Millionen und callte auch das All-in von Senti, der [ad][ks] zum Flip gegen [tc][ts] umdrehte. Diesmal brachte der Flop [kd][kh][qc] und wieder durfte die Ecke von Senti jubeln. Der [jd] am Turn gefiel ihm dann aber gar nicht, denn Cheong hatte zusätzliche Outs. Am River schlug tatsächlich die [9d] ein, Straight für Cheong und das bittere Aus für Senti auf Rang sieben für $1.356.720 Preisgeld.

cheong_duhamel_wsop.jpgJoseph Chong (li.) und Jonathan Duhamel

Die Blinds stiegen danach auf 500.000/1.000.000 (Ante: 150.000) und Duhamel übernahm den Bustout von Shortstack John Dolan, der mit [qd][5d] gepusht hatte und das Board komplett verfehlte, sodass [4c][4d] für Duhamel reichte. Rang sechs brachte $1.772.959 Preisgeld.

In Hand #149 ging es für Duhamel dann in die falsche Richtung. Mit [ac][kh] verlor er gegen [as][as] von John Racener, der zuvor erst gegen Mizrachi aufgedoppelt hatte und plötzlich bei 34 Millionen stand. Doch Duhamel holte sich die Chips zurück. Im Blindbattle verdoppelte er ebenfalls gegen Mizrachi. Es ging Schlag auf Schlag und zum Ende von Level 39 war für alle fünf Spieler noch alles drin:

Joseph Chong – 66.750.000
Jonathan Duhamel – 56.550.000
Michael Mizrachi – 39.500.000
Filippo Candio – 29.950.000
John Racener – 26.550.000

Rang fünf ging letztlich doch an Michael Mizrachi, der in die Falle von Duhamel lief. Wieder wurde zum Kanadier im Small Blind gefoldet und der füllte nur auf. Mizrachi checkte im Big Blind, traf mit [qd][8h] den [5d][4c][qc]-Flop und beantwortete das Check-raise von Duhamel mit dem All-in. Duhamel callte mit [ad][ac], auf Turn und River folgten [jd][kd] und der WSOP- sowie der „Player of the Year”-Titel waren futsch für den Grinder. Dafür gab es aber $2.332.992 Preisgeld.

Nur drei Hände später war auch Filippo Candio All-in, vor dem Flop mit [kd][qd] gegen [ac][3c] von Chong. Das Board brachte [ah][7d][2s][5h][4s] zur Straight für den Chipleader und $3.092.545 für den Italiener.

Danach lief eigentlich alles auf ein Heads-up zwischen Duhamel und Chong raus, denn John Racener lag deutlich zurück in Chips. Doch es folgte eine unglaubliche Hand zwischen den beiden Führenden Spielern. Chong eröffnete für 2,9 Millionen vom Small Blind, Duhamel erhöhte vom Big Blind auf 6,75 Millionen und sah sich einer 4-Bet auf 14,25 Millionen ausgesetzt. Duhamel ließ das kalt, er setzte noch einen oben drauf für insgesamt 22,75 Millionen und diesmal musste Chong seine Holecards noch einmal prüfen. Er ging All-in, Duhamel callte und es kam zum Showdown:

Duhamel: [qc][qh]
Cheong: [as][7h]

Cheong hatte Duhamel um gut sieben Millionen Chips gecovert und es ging somit um insgesamt 180 Millionen in Chips. Der Flop mit [9h][3d][2c] änderte überhaupt nicht, am Turn wurde die [6s] gedealt – ungefährlich – und nach der [8s] am River wanderte der Monsterpot zu Duhamel. Cheong doppelte danach zwar noch einmal auf, aber Hand #219 beendete den ersten Finaltag, nachdem [qs][tc] von Chong gegen [as][2c] von Duhamel nicht improven konnte.

Joseph Chong wurde somit Dritter für $4.130.049 und Racener, der sich das Ganze in Ruhe anschauen konnte, strahlender Heads-up-Gegner von Jonathan Duhamel.

Jonathan Duhamel – PokerStars-Spieler – 188.950.000
John Racener – 30.750.000

Jonathan_Duhamel_smirk.jpgJonathan Duhamel

Die Blinds bleiben am Dienstagmorgen um 4 Uhr (MEZ) zunächst bei 600.000/1.200.000, der Druck auf Racener ist dennoch gewaltig mit knapp über 25 Big Blinds. Allerdings muss Duhamel mit der deutlichen Favoritenbürde leben, denn alles andere als der Titel und die $8,9 Millionen wäre für ihn persönlich eine Niederlage.

Updates zum großen Showdown gibt es wie gewohnt im PokerStarsBlog.com.

WSOP 2010: Duhamel und Senti sind bereit für das Millionspiel

Donnerstag, Juni 2nd, 2011

wsop2010_thn.jpgAm kommenden Samstag um 20 Uhr MEZ (12 Uhr Ortszeit) beginnt im Rio All-Suite Hotel & Casino von Las Vegas der große Poker-Showdown des Jahres. Die November Nine treffen sich im Penn & Teller Theater zum Millionenspiel und küren den neuen No-Limit Hold’em World Champion, der mit dem wichtigsten Bracelet der Pokerwelt und $8.944.138 ausgezeichnet wird.

Die Ausgangspositionen der beiden unter der Flagge von PokerStars spielenden Finalisten könnte dabei unterschiedlicher nicht sein. Jonathan Duhamel aus Quebec ist mit 65.975.000 in Chips der überragende Chipleader, Jason Senti aus Minnesota dagegen liegt mit nur 7.625.000 an neunter Stelle. Das Finale wird in Level 36 (Restzeit: 1 Stunde und 15 Minuten) mit Blinds in Höhe von 250.000/500.000 (Ante: 50.000) fortgesetzt und während Duhamel sicherlich von Beginn an Druck machen wird, auch um Michael Mizrachi nicht ins Spiel kommen zu lassen, dürfte sich Senti zunächst darauf konzentrieren die Money Ladder ein paar Plätze nach oben zu klettern und auf Premium-Hände warten.

jason_senti_pokerstars.jpgJason Senti

„Ich sollte mir eigentlich keine zu großen Hoffnungen machen, dennoch, als Wettkampftyp werde ich mich nur über den Sieg richtig freuen können”, erzählte Senti vor seiner Rückkehr nach Las Vegas. Ein Sieg würde seinen Bekanntheitsgrad noch einmal rasant ansteigen lassen und dabei fällt es dem 25-Jährigen schon jetzt schwer sich mit gewissen Dingen anzufreunden: „Ich werde erkannt, angehalten und angesprochen an Flughäfen und in Bars. Ich bin mir wirklich nicht sicher, ob ich mich daran jemals gewöhnen könnte.”

Jonathan Duhamel hätte das Finale am liebsten sofort im Juli ausgespielt. „Ich war so aufgedreht und fokussiert auf mein Spiel. Ich war bereit weitere 15 Stunden zu spielen”, so der 23-jährige Kanadier. Auch für ihn ist der Rummel um seine Person „irgendwie unwirklich”, aber Duhamel hat sich damit arrangiert und eine Chance erkannt: „Jetzt habe ich die Möglichkeit meine schöne Stadt Boucherville bekannt zu machen und ich werde alles dafür tun. Ich lebe hier schon mein ganzes Leben lang und ich würde niemals tauschen wollen.”

jonathan_duhamel_pokerstars_patches.jpgJonathan Duhamel

Das der Sieg auch als klarer Chipleader kein Selbstläufer wird ist ihm durchaus bewusst. „Es gibt keine Garantie im Poker. Bisher habe ich genauso viel sicher wie alle acht anderen Spieler auch”, so Duhamel, der allerdings beweisen möchte, dass sein bisheriger Erfolg nicht vom Glück abhängig war. Doch egal wie es am Ende ausgeht: „Ob ich gewinne oder nicht, ich werde zurückkommen.”

Die Kollegen vom PokerStarsBlog.com werden natürlich live vor Ort sein und neben dem Spielgeschehen sicherlich auch einige Interessante Geschichten außerhalb des Pokertisches für euch bereithalten. Eine Zusammenfassung findet ihr am kommenden Dienstag hier im deutschen PokerStarsBlog.

Samstag, 6. November 2010, ab 20 Uhr MEZ: WSOP Main Event Final Table
Dienstag, 9. November 2010, ab 4 Uhr MEZ: WSOP Main Event Heads-up

wsop_fans_2009.jpgPenn & Teller Theater 2009

WSOP 2010: Jonathan Duhamel

Freitag, Juli 23rd, 2010

WSOP 2010 – Main Event: Duhamel führt die November Nine an

Freitag, Juli 23rd, 2010

wsop2010_thn.jpgNach 79 Stunden Poker, über zwölf Tage verteilt, stehen sie nun endlich fest, die November Nine. Neun Pokerspieler von ehemals 7.319, die vom 6. bis 9. November 2010 in das Rio Hotel in Las Vegas zurückkehren werden und im Penn and Teller Theater den 2010 World Series of Poker Main Event Champion ausspielen.

Jonathan Duhamel (23) – Kanada – 65.975.000
John Dolan (24) – USA – 46.250.000
Joseph Cheong (24) – USA – 23.520.000
John Racener (24) – USA – 19.050.000
Matthew Jarvis (25) – Kanada – 16.700.000
Filippo Candio (26) – Italien – 16.400.000
Michael Mizrachi (29) – USA – 14.450.000
Soi Nguyen (37) – USA – 9.650.000
Jason Senti (25) – USA – 7.625.000

espn_feature_table_day8.jpg

Der 23-jährige Jonathan Duhamel aus Quebec, Kanada, hat aus seinen 30.000 Chips unglaubliche 69.975.000 gemacht und somit ist er auch der große Favorit auf die Nachfolge von Joe Cada. Jonathan machte zum ersten Mal 2008 bei der EPT Prag Season 5 auf sich aufmerksam, als er den Finaltisch als Zehnter nur denkbar knapp verpasste. Damals musste er sich unter anderem mit Team PokerStars Pro Sebastian Ruthenberg und dem Berliner Nasr El Nasr auseinandersetzen. Es folgten viele weitere Anläufe bei EPT-Turnieren und dem PCA und bei der WSOP 2010 hatte er bereits $37.276 Preisgeld für Rang 15 beim $2.500-NLHE-Turnier verdient. Der ganz große Durchbruch steht im November bevor.

jonathan_duhamel_wsop_day3.jpgJonathan Duhamel an Tag 3

Neben Jonathan wird auch Jason Senti PokerStars am Finaltisch vertreten. Der 25-jährige aus Minnesota ist Ingenieur der Elektrotechnik, entschied sich sein Hobby (Poker) zum Beruf zu machen. Er war als Shortstack in den siebten Turniertag gegangen, schaffte früh einen Verdoppler und hat sich die Chance auf den Titel bewahrt.

david_senti_wsop_day8.jpgJason Senti

Und während sich die einen freuten, musste Brandon Steven seinen großen Traum nach über fünf Stunden Spiel zu zehnt begraben. Um 5:40 Uhr Ortszeit kam es zum vorerst letzten Showdown. Jonathan Duhamel hatte den Pot eröffnet für 1.225.000 und Steven pushte dahinter seine 4.475.000 All-in. Es war dann nicht Duhamel, sondern Matthew Jarvis der callte und die Entscheidung fiel durch den absoluten Klassiker.

Steven: [ac][ks]
Jarvis: [qs][qc]

Brandon Stevens Chance war Fifty-Fifty, aber er benötigte Hilfe, die er nicht bekam. Das Board wurde mit [4h][3d][tc][4c][5h] gedealt und Tag 8 des Main Events beendet.

steven_wsop_tag8.jpgKeine Hilfe für Brandon Steven

duhamel_wsop_tag8.jpgFreude bei Jonathan Duhamel

WSOP 2010 – Main Event: Updates Tag 8

Freitag, Juli 23rd, 2010

wsop2010_thn.jpgIn diesem Blog findet ihr stündliche Updates zur $10.000 World Championship No-Limit Hold’em der 41. World Series of Poker. Die Einträge drehen sich wie gewohnt hauptsächlich um das Abschneiden der Teilnehmer aus dem deutschsprachigen Raum.

Startingstack: 30.000 Turnierchips
Spieldauer pro Level: 120 Minuten
Spieldauer Tag 8: bis 9 Spieler Finaltisch (ab Level 30)
Dinnerbreak: 90 Minuten

WSOP Payouts

Platzierungen PokerStars-Spieler

E-Mail-Anfragen: robin@intellipoker.com

Level 34: 150.000/300.000, Ante: 40.000

23:45 Uhr: Noch keine Entscheidung

Wir nähern uns der Geisterstunde in Las Vegas und es kämpfen immer noch elf Spieler im Amazon Room um den Einzug an den Finaltisch, der im November ausgespielt wird.

Ich verabschiede mich zunächst einmal und werde am Sonntag sicherlich noch ein kurzes Updates zu den “November Nine” bringen, ehe es dann zurück in die Heimat geht. Bis dahin verweise ich auf den Blog meiner englischsprachigen Kollegen: PokerStarsblog.com

Der nächste Live-Event ist die EPT-Premiere in Tallinn (Estland) vom 11. bis 16. August 2010.

Level 33: 120.000/240.000, Ante: 30.000

22:40 Uhr: Noch elf Spieler

Es spitzt sich zu. Mit Adam Levy (12./$635.011) und Duy Le (13./$500.165) haben sich zwei weitere Spieler verabschiedet. Jonathan Duhamel hat seine Führung auf 58 Millionen ausgebaut und Michael Mizrachi kämpft als Shortstack verbissen um den Einzug an den Finaltisch. Er konnte einmal mit Kings verdoppeln auf gut sechs Millionen und hat noch zwei Millionen später oben drauf gepackt. Dennoch ist es im Moment nur Rang zehn von elf.

21:40 Uhr: Jonathan Duhamel führt, noch 13 Spieler

Nach einer etwas ausgedehnteren Dinnerbreak melde ich mich noch einmal zurück aus dem Rio. 13 Spieler sind noch im Turnier und haben die Chance ein November Niner zu werden. Am besten sieht es zurzeit für den Kanadier Jonathan Duhamel aus. Der PokerStars-Spieler nahm mit Pocketkings David Baker auf Rang 17 ($396.967) raus und riverte mit Pocketjacks die Straight gegen Matt Affleck, der sich mit Platz 15 und $500.165 zufrieden geben muss. Etwas musste er zwar wieder an Joseph Cheong abgeben, aber 43,5 Millionen Chips reichen für den Platz an der Sonne vor Matthew Jarvis (32 Millionen). Für Michael Mizrachi wird es jetzt ganz eng mit 3,1 Millionen in Chips.

jonathan_duhamel_wsop_day8.jpgJonathan Duhamel

Level 31: 80.000/160.000, Ante: 20.000

17:20 Uhr: Michiel Sijpkens

Jetzt hat es auch den letzten PokerStars-Qualifikanten erwischt. Michiel Sijpkens aus Holland ging von vorn für 2,5 Millionen All-in mit [jc][js] und John Racener machte den Call mit [kd][qh]. Coinflipaments und der Flop brachte [4c][qc][9d]. Führung für Racener, Sijpkens musste auf ein Wunder hoffen, ein Jack oder zwei Clubs zum Flush oder die Runner-Runner-Straight. Am Turn kam sogar die [7c], doch am Turn beendete die [2h] den Traum des Qualifikanten, der als 19. ebenfalls $317.161 Preisgeld bekommt.

sijpkens_d7.jpgMichiel Sijpkens

16:05 Uhr: Noch 19 Spieler

Es scheint der erwartet lange Tag zu werden. Acht Spieler sind zwar schon ausgeschieden, aber der Finaltisch rückt näher und natürlich bedeutet der Titel “November Nine” mehr als nur ein Preisgeld.

Ein Spieler ging allerdings vor wenigen Minuten großes Risiko und callte auf einem Flop mit [6c][6h][5c] mit [7s][5s] zum All-in. Im Showdown sahe es für Filippi Candio dann überhaupt nicht gut aus, denn Joseph Cheong drehte Asse um. Der Turn brachte die [8s] und damit Straight-Outs für den Italiener, der dann tasächlich die [4c] traf und unter großem Gejohle den 27 Millionen Chips schweren Pot an sich riss.

Zuletzt ausgeschieden ist Patrick Eskandar auf Rang 20.

15:05 Uhr: William Thorson wird 22.

Das Team PokerStars Pro wird definitiv keinen Vertreter unter den November Nine haben. William Thorson saß im Big Blind, vor ihm hatte John Dolan auf 375.000 geraist und John Racener sowie Brandon Steven callten. Thorson hielt [jd][td] und entschied sich für das Squeezeplay All-in mit seinen gut fünf Millionen Chips. Dolan und Steven foldeten, aber dazwischen hatte Racener den Call mit [ks][kd] gemacht. Thorson war in die Falle getappt, aber die schnappte am Flop noch nicht zu, denn der Dealer drehte [2h][6d][ad] zum Flushdraw für den Schweden um. Am Turn folgte die [2s] und auch am River kam mit der [5c] eine Blank, was letztlich Rang 22 ($317.161) für den letzten Team PokerStars Pro bedeutete.

thorson_wsop_57.jpg

14:35 Uhr: Robert Pisano wird 23.

Mit Robert Pisano (Platz 23) hat es den nächsten Spieler erwischt. Er hatte nur noch 300.000 Chips vor sich stehen, ging nach der Pause All-in „in the dark” und verlor die Hand am Ende mit [js][9d] gegen [qs][8c] auf einem Board mit [qh][ts][2c][2s][jd].

Team PokerStars Pro William Thorson 5,2 Millionen Chips, Chipleader Joseph Cheong 25,1 Millionen.

Lebel 30: 60.000/120.000, Ante: 15.000

13:35 Uhr: Noch 23 Spieler

Wird sind runter auf 23 Spieler. Matthew Bucaric aus den USA, Mads Wissing aus Dänemark und Ronnie Bardah (USA) haben sich für jeweils $317.161 Preisgeld verabschiedet.

Ganz vorn in den Chipcounts hat sich wenig getan. Team PokerStars Pro William Thorson hält sich mit gut sieben Millionen im Mittelfeld.

12:35 Uhr: Johnny Lodden wird 27. für $317.161

Es ist der größte Turniercash für Team PokerStars Pro Johnny Lodden, aber dass der Norweger damit wirklich zufrieden ist darf bezweifelt werden. Johnny war allerdings shortstacked in den Tag gegangen und nach einem Raise von Matt Affleck fand er [8d][8h] am Button und pushte seine 1,47 Millionen All-in. Affleck ging noch kurz in sich, callte aber mit [ac][th] und der Flop mit [ks][qs][2s] brachte zunächst keine große Veränderung. Am Turn folgte aber die [tc] und somit hatte Lodden nur noch zwei Outs für den River, der aber die [7s] brachte.

lodden_wsop_2010_elimination.jpgJohnny Lodden

12:15 Uhr: November Nine gesucht

In wenigen Minuten geht es weiter im Amazon Room des Rio Casino. Nur drei Tische sind besetzt und das bedeutet die letzten 27 von ehemals 7.319 Pokerspielern kämpfen heute um den Einzug an den neunköpfigen Finaltisch. Die sogenannten “November Nine” werden am 06.11.2010 zurückkommen nach Las Vegas und um den Titel sowie $8.944.138 Siegprämie spielen. Trotz des höheren Preispools im Vergleich zum Vorjahr werden diesmal nicht alle neun Finalisten automatisch Dollar-Millionäre, der Neuntplatzierte muss sich mit $811.823 zufrieden geben. Diese Summe bekommen also alle Finalisten bereits aubezahlt.

Anbei noch einmal der Seatdraw:

Table 100
Seat 1: Michael Mizrachi (6.300.000)
Seat 2: Scott Clements (7.250.000)
Seat 3: Michiel Sijpkens (7.765.000) – PokerStars-Qualifikant
Seat 4: John Dolan (2.175.000)
Seat 5: John Racener (10.470.000)
Seat 6: Brandon Steven (6.045.000)
Seat 7: Redmond Lee (3.315.000)
Seat 8: William Thorson (3.680.000) – Team PokerStars Pro
Seat 9: Mads Wissing (3.070.000)

Table 101
Seat 1: Johnny Lodden (1.560.000) – Team PokerStars Pro
Seat 2: Joseph Cheong (24.490.000)
Seat 3: Jason Senti (13.550.000)
Seat 4: Matt Affleck (12.515.000)
Seat 5: Matthew Jarvis (13.300.000)
Seat 6: Matthew Bucaric (2.270.000)
Seat 7: David Baker (6.825.000)
Seat 8: Filippo Candio (10.020.000)
Seat 9: Ronnie Bardah (2.525.000)

Table 102
Seat 1: Adam Levy (4.745.000)
Seat 2: Benjamin Statz (9.885.000)
Seat 3: Soi Nguyen (23.100.000)
Seat 4: Duy Le (7.225.000)
Seat 5: Jonathan Duhamel (10.520.000) – PokerStars-Spieler
Seat 6: Robert Pisano (8.060.000)
Seat 7: Pascal LeFrancois (15.780.000)
Seat 8: Hasan Habib (1.510.000)
Seat 9: Patrick Eskandar (1.655.000)

lodden_thorson_wsop_day_6.jpgJohnny Lodden (stehend) und William Thorson

WSOP 2010 – Main Event: Updates Tag 7 (Seatdraw Tag 8)

Freitag, Juli 23rd, 2010

wsop2010_thn.jpgIn diesem Blog findet ihr stündliche Updates zur $10.000 World Championship No-Limit Hold’em der 41. World Series of Poker. Die Einträge drehen sich wie gewohnt hauptsächlich um das Abschneiden der Teilnehmer aus dem deutschsprachigen Raum.

Startingstack: 30.000 Turnierchips
Spieldauer pro Level: 120 Minuten
Spieldauer Tag 7: bis 27 Spieler (ab Level 26)
Dinnerbreak: 90 Minuten

WSOP Payouts

Platzierungen PokerStars-Spieler

E-Mail-Anfragen: robin@intellipoker.com

Lebel 30: 60.000/120.000, Ante: 15.000

01:30 Uhr: Chipcounts und Seatdraw für Tag 8

Die letzten 27 Spieler stehen fest und die Sitzverteilung für Samstag ebenfalls:

Table 100
Seat 1: Michael Mizrachi (6.300.000)
Seat 2: Scott Clements (7.250.000)
Seat 3: Michiel Sijpkens (7.765.000) – PokerStars-Qualifikant
Seat 4: John Dolan (2.175.000)
Seat 5: John Racener (10.470.000)
Seat 6: Brandon Steven (6.045.000)
Seat 7: Redmond Lee (3.315.000)
Seat 8: William Thorson (3.680.000) – Team PokerStars Pro
Seat 9: Mads Wissing (3.070.000)

Table 101
Seat 1: Johnny Lodden (1.560.000) – Team PokerStars Pro
Seat 2: Joseph Cheong (24.490.000)
Seat 3: Jason Senti (13.550.000)
Seat 4: Matt Affleck (12.515.000)
Seat 5: Matthew Jarvis (13.300.000)
Seat 6: Matthew Bucaric (2.270.000)
Seat 7: David Baker (6.825.000)
Seat 8: Filippo Candio (10.020.000)
Seat 9: Ronnie Bardah (2.525.000)

Table 102
Seat 1: Adam Levy (4.745.000)
Seat 2: Benjamin Statz (9.885.000)
Seat 3: Soi Nguyen (23.100.000)
Seat 4: Duy Le (7.225.000)
Seat 5: Jonathan Duhamel (10.520.000) – PokerStars-Spieler
Seat 6: Robert Pisano (8.060.000)
Seat 7: Pascal LeFrancois (15.780.000)
Seat 8: Hasan Habib (1.510.000)
Seat 9: Patrick Eskandar (1.655.000)

Level 29: 50.000/100.000, Ante: 10.000

22:40 Uhr: 29 Level, 29 Spieler

Das Feld ist runter auf 29 Spieler, die jetzt in eine weitere 20-minütige Pause gehen. Zuletzt hat es noch Theo Jorgensen erwischt. Ganz vorn werden Coung Nguyen (22,6 Millionen) und Joseph Cheong (20 Millionen) geführt. Team PokerStars Pro William Thorson ist zurückgefallen und hält noch 5,1 Millionen, während Johnny Lodden mit 1,5 Millionen das Ende des Chipcounts ziert.

22:05 Uhr: Poker brutal!

Es ist vorbei! Die Reise von PokerStars-Qualifikant Michael Skender beim Main Event der WSOP 2010 ist vor wenigen Minuten auf Rang 31 zuende gegangen. Es war noch einmal Poker brutal zum Abschluss. Vor dem Flop waren die Chancen Fifty-Fifty mit [kd][qd] gegen [9c][9h] von Jason Senti. Mehr durfte und hatte Michael nicht erwartet als es für ihn zum 4-Bet All-in kam.

Der Flop brachte dann [qh][6c][3h] und somit sogar die Führung für Michael. Am Turn folgte die [3d], der Double-up war zum Greifen nahe. Am River drehte der Dealer dann die [9d] um, Set für Senti und das Aus für Michael Skender für $255.242 Preisgeld.

Es ist aber nicht nur das Preisgeld, das ihn – nach der ersten Enttäuschung – sicherlich in den nächsten Tagen deutlich aufrichten wird. Michael hat sich zu einem kleinen Medienstar für ESPN entwickelt. Während die meisten anderen Spieler direkt zum Cashout geführt wurden, ging es für den 31-Jährigen erst einmal zum nächsten Interview vor die Kameras. Die deutschen Pokerfans können sich auf jeden Fall auf spannende Folgen vom Main Event der WSOP 2010 freuen und ein deutscher Pokerspieler wird zu den Hauptakteuren zählen. So viel ist mal sicher.

michael_skender_)back.jpgDie Queen im Flop

michael_skender_doubles_up.jpgNoch eine Karte bis zum Double-up

michael_skender_head_in_hands.jpgDer Schock am River

21:10 Uhr: Es geht drunter und drüber

In der ersten halben Stunde gab es richtig Action für Michael und es ging überhaupt nicht gut los. Er verlor nach Preflop-All-in einen Coinflip mit [td][th] gegen [ac][qc] (Board: [ad][2h][8c][3s][qh]), hatte seinen Gegner aber um knapp 800.000 gecovert und durfte sitzen bleiben.

In der nächsten Hand saß Michael im Big Blind, es wurde zum Small Blind gefoldet und der stellte All-in. Michael callte mit [9s][7h], musste gegen [kh][ts] ran und das Board brachte mit [3h][ah][4h][5s][2d] den Splitpot. Michael durfte also erneut Platz nehmen.

Es dauerte einen Orbit und Michael ging aus erster Position All-in und gleich der Spieler zwei Stühle weiter callte mit [ac][th]. Michael zeigte Pocketkings und der Dealer legte [kc][js][8d][5d][7h]. Double-up für den Deutschen auf 1,5 Millionen Chips.

Und dann war das Selbstbewusstsein wieder da. Es wurde erneut zum Small Blind gefoldet, der raiste und Michael pushte vom Big Blind All-in. Der SB überlegte mehrere Minuten, foldete und Michael stand auf und zeigte T-6 offsuit. So isser eben …

20:25 Uhr: Jetzt geht’s drum

Der 29. Level beginnt und es geht in die entscheidende Phase des Tages. 42 Spieler sind noch dabei, aber nur 27 werden letztlich Chips eintüten und am Samstag die November Nine ermitteln. Michael Skender hat noch zwei Millionen in Chips, also 20 Big Blinds oder anders gesagt ein M von knapp über 8.

Neuer Chipleader ist Cuong Nguyen mit 19,5 Millionen. Er verdoppelte gegen Theo Jorgensen, der somit auf 2,3 Millionen abgesackt ist. Team PokerStars Pro William Thorson ist Zweiter mit 12,3 Millionen, Johnny Lodden hält 3,5 Millionen.

Level 28: 40.000/80.000, Ante: 10.000

18:40 Uhr: Jetzt wird es richtig eng

Die letzten 20 Minuten sind alles andere als gut verlaufen. Zunächst machte Michael eine 3-Bet nach einem Raise aus erster Position und wurde gecallt. Der Flop brachte [ad][4c][th], der UTG-Spieler donkte in Michael hinein und der foldete.

Etwas später raiste Michael vor dem Flop und bekam zwei Calls. Der Flop mit [td][3c][9d] wurde durchgecheckt und die [5h] am Turn spielte Michael für 350.000 an. Dag Palovic callte, der dritte Spieler foldete und nachdem die [qh] wieder gecheckt wurde war das Pocket-Paar Achter besser als die Siebener von Michael.

Eine Hand später raiste Michael aus zweiter Position auf 200.000 und der Bigstack am Button callte. Das Board ([jh][5d][jd][2c][tc]) wurde durchgecheckt bis zum River, den der Bigstack dann für 470.000 anspielte. Michael callte und muckte gegen [kh][th]. Er ist runter auf 1.750.000 Chips. Wird Zeit das die Pause kommt.

Sollte bis dahin (15 Minuten) etwas passieren, folgt natürlich noch ein Update.

18:00 Uhr: Noch 43 Spieler

Die erste Stunde in Level 28 ist rum und Michael Skender hat 4,1 Millionen Chips vor sich liegen. William Thorson hat zuletzt Michael Mizrachi aufgedoppelt (jetzt 3,5 Millionen), bleibt aber Chipleader vor Theo Jorgensen. Johnny Lodden hat sich wieder nach vorn gespielt und mit knapp über fünf Millionen einen Average-Stack.

Nach diese, Level ist die Dinnerbreak.

Die Top Neun:

1. William Thorson – Team PokerStars Pro – 11.100.000
2. Theo Jorgensen – 10.400.000
3. Filippo Candio – 10.030.000
4. Pascal LeFrancois – 8.100.000
5. John Racener – 8.100.000
6. Patrick Eskandar – 7.900.000
7. Cuong Nguyen – 7.700.000
8. Matthew Jarvis – 7.400.000
9. Bryn Kenney – 7.300.000

17:00 Uhr: Noch 51 Spieler

Es geht in Level 28 und wir haben noch 51 Spieler im Rennen. Damit sind bereits $168.556 sicher, ab Rang 45 gibt es $206.395.

Michael hält noch immer gut 3,9 Millionen Chips.Die Führung hat Team PokerStars Pro William Thorson mit 11.890.000 übernommen. Johnny Lodden wird mit drei Millionen geführt. Acht Spieler halten über acht Millionen und zwölf Spieler liegen unter zwei Millionen.

Level 27: 30.000/60.000, Ante: 10.000

15:30 Uhr: Schöner Pot für Michael

Er spielt nicht viele Hände, aber die wenigen passen. Nach einem Raise aus mittlerer Position callte Michael vom Big Blind und der Flop ging auf mit [ad][2h][3d] auf. Michael check-callte weitere 250.000 und tat dies nach der [8h] am Turn für 650.000. Der Dealer drehte am River die [9d] um, Flush möglich und Michael donkte für 1,8 Millionen All-in in den Agressor hinein. Der überlegte knapp zwei Minuten und foldete. Es geht hoch auf 3,9 Millionen für den Deutschen.

skender_tag 7.jpg

14:50 Uhr: Noch 64 Spieler

Die letzten Minuten waren etwas zäh, aber das wird bestimmt schnell ändern. Die Blinds sind zwar moderat angestiegen, aber die Ante hat sich auf 10.000 verdoppelt. Damit liegen schon 180.000 Chips im Pot bevor die Action losgeht.

Über 20 Spieler halten weniger als zwei Millionen in Chips und haben daher nur noch wenig Spielraum. Michael ist mit 3,3 Millionen noch nicht wirklich unter Druck. Ganz vorn im Tableau liegt Theo Jorgensen mit 11,3 Millionen Chips. Patrick Eskandar auf Rang zwei hat 8.5 Millionen.

Level 26: 25.000/50.000, Ante: 5.000

13:55 Uhr: Team PokerStars Pro gut aufgestellt

Bei Michael Skender passiert im Moment wenig, daher ein kurzes Update zu den letzten beiden Team PokerStars Pro Johnny Lodden und William Thorsen.

Der Schwede Thorson hat seinen Stack schon auf gut sieben Millionen Chips ausgebaut und liegt damit an vierter Position im Chipcount. Es ist das erste Mal, dass Thorsen zum zweiten Mal in einen Turnier casht. 2006 schloss er den Main Event als 13. für über $900.000 ab. Vor vier Wochen gewann er zudem den Main Event des PokerStars Baltic Festival in Tallinn für über €80.000.

Johnny Lodden (Norwegen) war gestern schon runter auf 500.000, schloss dann noch mit 2,1 Millionen ab und gewann vor einigen Minuten einen großen Pot gegen Jonathan Driscoll. Er nähert sich damit der Marke von vier Millionen Chips. Lodden ist online schon eine Legende, aber bei Live-Turnieren wartet er immer noch auf den ganz großen Wurf.

Noch 12 Minuten, dann steigen die Blinds auf 30.000/60.000.

thorson_lodden_hansen.jpgWilliam, Johnny und Altmeister Thor Hansen (v.l.)

12:55 Uhr: Michael setzt ein Zeichen

Nein,nein! Michael Skender geht hier nicht in Tag 7 um sich nach vorn zu folden. Im Gegenteil, er scheint an Tag 5 anknüpfen zu wollen. Der Chipleader am Tisch, Matthew Jarvis, eröffnete den Pot, Evgeny Shnayder callte vom Small Blind und Michael vom Big Blind. Den Flop mit [2h][kd][3s] checkten die Blinds zum Chipleader, der 190.000 abfeuerte. Shnayder callte und Michael spielte Check-raise auf 700.000. Fold, Fold und Michael wirft [td][9c] für den puren Bluff in die Mitte. “Crunchtime Baby. No money scared. No, no.” Das war ein schöner Pot und damit geht es hoch auf gut 3,6 Millionen.

Noch 72 Spieler!

12:10 Uhr: “Crunch Time Baby!”

chrunch_time_wsop_skender.jpg

11:35 Uhr: Tag 7 vor dem Start

Es gibt nicht viel zu sagen vor dem siebten Turniertag des Main Events. PokerStars-Qualifikant Michael Skender ist der letzte deutsche und deutschsprachige Spieler im Feld und natürlich drücke ich ihm ganz fest die Daumen.

Gestern Abend konnte ich noch kurz mit ihm sprechen und er war zunächst sichtlich angeschlagen. Drei Tage lief es fast wie am Schnürchen, ehe dieser 3,5 Millionen Pot mit Queens gegen Aces verloren ging. „Hätte ich da folden können oder müssen?”, fragte Michael in die Runde. Egal, keine Diskussionen mehr, volle Konzentration für Tag 7, der sicherlich nicht weniger hart wird für den 31-Jährigen.

78 Spieler sind noch dabei, $94.942 sicher und ab Rang 72 gibt es $114.205. Es gibt keine Verlierer heute.

Erneuter Hinweis: Harrah’s hat es immer noch nicht geschafft die Nationalität von Jakob Toestensen zu ändern. Der Junge ist DÄNE!

purple_chip.jpg

Chipcounts:

Name Country Status Chip Count
Theo Jorgensen Denmark   9.300.000
Michael Mizrachi USA   7.535.000
John Racener USA   7.200.000
Jonathan Driscoll Canada PokerStars player 6.570.000
William Thorson Sweden Team PokerStars Pro 6.525.000
Matthew Jarvis Canada   6.125.000
Edward Ochana USA PokerStars sponsored player 5.950.000
Alexander Kostritsyn Russia   5.715.000
Cuong Nguyen USA   5.650.000
Joseph Cheong USA   5.555.000
Patrick Eskandar USA   5.540.000
Matthew Berkey USA   5.450.000
Filippo Candio Italy   5.385.000
Matt Affleck USA PokerStars sponsored player 5.315.000
Evgeny Shnayder Russia   4.790.000
Gabe Costner USA   4.635.000
Bill Melvin USA PokerStars sponsored player 4.515.000
Jonathan Duhamel Canada PokerStars player 4.295.000
Duy Le USA PokerStars sponsored player 4.100.000
Bryn Kenney USA PokerStars qualifier 3.830.000
Michal Wywrot Canada   3.815.000
Robert Pisano USA PokerStars sponsored player 3.735.000
Matthew Bucaric USA   3.595.000
John Dolan USA   3.470.000
John Armbrust USA   3.295.000
James Fennell Ireland PokerStars qualifier 3.225.000
Michael Skender Germany PokerStars qualifier 2.980.000
Evan Lamprea Canada PokerStars sponsored player 2.910.000
Benjamin Statz USA   2.910.000
Jerry Payne USA PokerStars qualifier 2.765.000
Meenaskshi Subramaniam OM   2.690.000
Corey Emery USA PokerStars qualifier 2.640.000
Brandon Steven USA   2.330.000
Gianni Direnzo IT   2.280.000
Rudy Miller USA   2.250.000
Redmond Lee UK PokerStars sponsored player 2.220.000
Michiel Sijpkens Netherlands PokerStars qualifier 2.160.000
Denis Pisarev Russia   2.140.000
Eric Baldwin USA   2.135.000
Johnny Lodden Norway Team PokerStars Pro 2.105.000
Mads Wissing Denmark PokerStars sponsored player 2.025.000
Jakob Toestesen Denmark   2.010.000
Pascal LeFrancois Canada   1.950.000
Niklas Toorell S3   1.945.000
Damien Luis France   1.850.000
Mark Meloche Canada PokerStars player 1.780.000
David Assouline Canada PokerStars qualifier 1.710.000
Christopher Bolt USA   1.690.000
Adam Levy USA   1.685.000
Richard Morgan USA PokerStars sponsored player 1.680.000
David Baker USA PokerStars sponsored player 1.635.000
Josh Brikis USA   1.610.000
Jim McCrink USA   1.600.000
Tony Dunst US   1.550.000
David Benyamine USA   1.540.000
Ismail Erkenov Russia   1.530.000
Dag Palovic SL   1.375.000
Jared Ingles USA PokerStars sponsored player 1.370.000
James Manning USA PokerStars player 1.265.000
Ronnie Bardah USA   1.265.000
Eduardo Parras Brazil PokerStars sponsored player 1.220.000
Nicolas Babel France PokerStars qualifier 1.220.000
Hasan Habib USA   1.165.000
Brock Bourne USA   1.150.000
Gabriel Nassif France   1.125.000
Scott Clements USA   1.085.000
Marcel Cole USA   1.075.000
Habib Khanis USA PokerStars sponsored player 1.065.000
Sergey Rybachenko RU   1.010.000
Jason Senti USA PokerStars sponsored player 970.000
Matt Harris USA   965.000
Gary Dishongh USA   800.000
Adam Etter USA PokerStars sponsored player 765.000
Jacobo Fernandez USA PokerStars sponsored player 705.000
Jean-Robert Bellande USA PokerStars sponsored player 700.000
Peter Jetten Canada PokerStars sponsored player 675.000
Pierre Canali France   655.000
Jeff Banghart USA PokerStars qualifier 645.000

WSOP 2010: July 15th Daily Intro

Freitag, Juli 23rd, 2010