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WSOP 2010: Weltelite trifft sich zum Heads-up, Oldies sorgen für einen neuen Rekord

Samstag, Juni 19th, 2010

wsop2010_thn.jpgWie erwartet versammelte sich die komplette Weltelite zur $10.000 World Championship Heads-up, darunter auch Sandra Naujoks und Johannes Strassmann vom deutschen Team PokerStars Pro sowie Tobias Reinkemeier, Julian Herold und Ernst Schmejkal. Zwei Runden waren für Tag 1 angesetzt und die drei letztgenannten haben die Runde der letzten 64 erreicht.

Tobias wird heute Abend dann auf Jason Sommerville treffen, Julian bekommt es mit Craig Bergeron zu tun und Schmejkal muss sich mit Juan Ramirez auseinandersetzen. Bergeron hat mit Rang drei ($189.661) bei einem $1.500-Turnier vor wenigen Tagen bereits ein Top-Ergebnis stehen und im Januar war Rang vier bei der EPT Deauville €221.000 wert. Sommerville schrammte 2009 zweimal knapp am Bracelet vorbei. Ein zweiter Platz im NLHE Shootout und Rang fünf beim $3.000 Triple Chance waren gut $300.000 wert.

rousso_wsop_35.JPGVanessa Rousso

Im Rennen bleiben auch die PokerStars Pros Vanessa Rousso, Alexander Kravchenko und Bertrand ElkY Grospellier sowie viele weitere Bignames, wie zum Beispiel Phil Gorden, Antonio Esfandiari, Sorel Mizzi, Kevin Saul und Ashton Griffin. Es muss allerdings noch die nächste Runde überstanden werden, ehe $17.987 Preisgeld sicher sind. Das Bracelet bringt satte $625.682.

Für Team PokerStars Pro Victor Ramdin und Phil Ivey stand ein sehr stressiger Tag bevor. Beide waren noch beim $2.500 Pot-Limit Hold’em /Omaha unterwegs und erreichten auch die zweite Runde der Heads-up Championship. Dort kam es zum direkten Duell, das Ivey dann recht sicher zu seinen Gunsten entscheiden konnte.

ramdin_wsop_33.jpgVictor Ramdin

Beim Mixed-Event war mittlerweile Level 15 (PLO: 1.200/2.400; PLHE: 1.500/3.000) erreicht und während Ramdin bei noch 35 Spielern mit gut 175.000 zu den Bigstacks gehörte, stand Ivey mit 50.000 Chips unter Druck. Es dauerte aber nur etwas länger als 30 Minuten und Ivey verdoppelte gegen Steve Zolotov.

Mit Konstantin Bücherl war auch ein deutscher Spieler vertreten. Der Regensburger eliminierte im Hold’em Carman Cavella mit Pockettens gegen Pocketnines auf Rang 18 und baute seinen Stack auf 170.000 aus. Konstantin ist auch am Finaltag dabei, musste aber noch Federn lassen und somit bedeuten 75.000 Chips den 15. und letzten Platz im Chipcount. Victor Ramdin hat sich mit 262.000 eine starke Ausgangsposition geschaffen, Ivey kommt mit 207.000 zurück. Chipleader ist Jose-Luis Velador mit 455.000 vor David Chiu (451.000). Weitere Bignames im Feld sind Rob Hollink (423.000) und Kevin MacPhee (247.000).

buecherl_wsop_33.jpgKonstantin Bücherl (Foto: Pokernews.com)

Beim $1.500-NLHE-Turnier läuft zur Stunde immer noch das Heads-up zwischen Christopher Gonzales und Mike Ellis. Auf den Champion warten $581.851, der Runner-up bekommt $360.906 Preisgeld. Markus Lehmann erwischte es am Finaltag auf Rang 13 für $26.049.

Auch beim $1.500 H.O.R.S.E. (Event #31) ist noch keine Entscheidung gefallen. Konstantin Puchkov führt zur Stunde im Heads-up gegen Al Barberi, die Siegprämie liegt bei $256.820 und für den Zweiten gibt es $158.647. Team PokerStars Pro Johannes Steindl verabschiedete sich auf dem 16. Platz für $8.339 Preisgeld.

steindl_wsop_31.JPGJohannes Steindl

Den zweiten Turniertag beim $5.000 No-Limit Hold’em Six-max nahmen 116 Spieler in Angriff, Matthias Neu und Benny Spindler gehörten zu den Bigstacks, Team PokerStars Pro George Danzer und Nico Behling hatten sich im Mittelfeld platziert. George baute seinen Stack zunächst von 57.000 auf 75.000 aus, doch es reichte nicht in die bezahlten 55 Plätze. Gleiches gilt für Phil Ivey, der seinen Stack auf 170.000 ausbauen konnte, diese Chips aber innerhalb von nur 30 Minuten an den Mann gebracht hatte und leer ausging.

Nico (122.000), Benny (135.000) und Matthias (210.000) hatten die Bubble erfolgreich überstanden, doch viel mehr ging danach nicht. Benny scheiterte auf Platz 45 für $11.345, für Nico stand am Ende Rang 37 für $12.653 zu Buche und Matthias musste sich mit Platz 23 und $21.036 begnügen.

Für den Frankfurter war es besonders bitter, denn er verlor bei noch 40 Spielern einen großen Pot gegen David Ulliott. Der Flop zeigte [qd][9d][3d], es kam zum All-in und Matthias drehte [8d][7d] zum gefloppten Flush um. Devilfish zeigte aber [ad][6d] zum Nutflush und statt mit über 500.000 Chips ganz vorn mit zu schwimmen, bleiben Matthias nur noch 208.000. Das Aus folgte dann mit [ac][9c] gegen [7d][7s] von Erick Lindgren. Lindgren schloss den Tag mit 1.165.000 auf Rang zwei ab, Chipleader bei noch zwölf Spielern ist Mark Radoja mit 1.493.000.

Einen neuen Teilnehmerrekord gab es bei der $1.000 Seniors NLHE Championship. 3.142 Oldies stürmten den Pavillion Room, im Vorjahr waren es noch 2.707 gewesen, und es geht um insgesamt $2.827.800 an Preisgeldern. Das Bracelet ist damit stattliche $487.994 wert, 324 Plätze werden bezahlt. Sehr gut sieht es einmal mehr bei Eddy Scharf aus, der mit 40.000 Chips in Tag 2 noch 450 Spieler) gehen wird. Der Kölner führte das Feld zeitweise mit 70.000 Chips sogar an.

Am Sonntag wird es hier im Blog nur ein ganz kurzes Updates von der WSOP geben, denn mein Reisetag nach Las Vegas steht auf dem Programm. Ab Montag kommen die Neuigkeiten also direkt aus Sin City.

WSOP 2010: Deutsche Fußballer ausgebremst, deutsche Pokerspieler mit viel Schwung

Freitag, Juni 18th, 2010

wsop2010_thn.jpgWas für ein Rückschlag für die deutsche Fußball-Nationalelf. 0:1-Niederlage im zweiten Gruppenspiel, trotz Elfmeter-Geschenk der Serben, und damit steht am kommenden Mittwoch ein echtes Endspiel um den Achtelfinaleinzug gegen Ghana auf dem Programm. Während die deutschen Jungs um Lukas Podolski also ihre Wunden lecken, haben ein paar deutsche Pokerspieler bei der WSOP dagegen ordentlich Grund zum Feiern.

Zwölf Spieler kehrten zum Finaltag beim $2.500 Pot-Limit Omaha zurück in den Amazon Room und mit Karl Gal sowie Jörg Engels hatten zwei deutsche Spieler beste Aussichten im Kampf um das Bracelet und $315.311. Bei noch zehn Spielern lagen die beiden weiterhin in den Top 5 und Jörg Engels schnappte sich mit der Eliminierung von Dilyan Kovachev weitere 200.000 Chips. Schon vor dem Flop lagen gut 140.000 Chips im Pot, der Dealer legte [5h][tc][kc] in die Mitte und es kam zum All-in für Kovachev, der [as][ad][kd][6c] zeigte. Engels lag mit [qd][jd][jh][6h] zwar hinten, hatte aber Outs zur Straight und auch einer der beiden Jacks würde das Blatt wenden. Am Turn kam die harmlose [6d], doch der River brachte den [js] und der Finaltisch war erreicht.

engels_wsop_28.jpgJörg Engels (Foto: Pokernews.com)

Engels lag mit 761.000 Chips an vierter Stelle, hinter L.J. Klein (855.000), Miguel Proulx (869.000) und Patrick Hanoteau (870.000). Karl Gal (425.000) folgte mit etwas Abstand als Fünfter. Engels knackte zwar als erster Spieler die Marke von einer Million Chips, büßte in Level 24 (12.000/24.000) gut die Hälfte aber wieder ein. Bei noch sieben Spielern lagen Engels (234.000) und Gal (366.000) am Ende des Chipcounts, doch zunächst verabschiedete sich Trevor Pope. Wenige Hände später war dann Gal für seine letzten 200.000 mit [ks][kd][7d][8c] gegen [th][qh][6d][jc] von Miguel Proulx All-in und der Chipleader riverte ein Full House, sodass der gefloppte Flush für Gal wertlos war: [2d][qd][jd][as][qc].

Der Deutsche bekam als Sechster $54.736 Preisgeld ausbezahlt und Engels folgte als Fünfter. Er verdoppelte zunächst noch auf 688.000, doch dann kam es zum Aufeinandertreffen mit dem Briten Michael Greco. Der hatte das Raise vor dem Flop aus dem Big Blind gezahlt, der Flop brachte [6s][5d][6d] und Engels ging nach dem Check des Briten All-in. Greco callte mit [ad][6h][3d][3h] zum Drilling, Engels hatte mit [as][9d][9s][4d] nur ein Overpair zu bieten und das [ah] machte es nicht besser. Die [7s] am River beendete die Siegträume von Engels, der sich aber über $72.227 Preisgeld freuen durfte.

Das Bracelet schnappte sich am Ende Miguel Proulx. Der Kanadier behielt im Heads-up gegen L.J. Klein aus den USA die Oberhand.

Ein weiteres Bracelet wurde bei der $10.000 World Championship Limit Hold’em (Event #29) vergeben. Matt Keikoan setzte sich in einem spannenden Finale durch und kassierte als neuer Weltmeister im Minbetten $425.969. Rang zwei sowie $263.243 gingen an Daniel Idema, Landsmann Anh Van Nguyen vom Team PokerStars Pro musste sich mit dem unliebsamen zehnten Rang ($32.614) begnügen.

261 Spieler gingen in den zweiten Turniertag beim $1.500 NLHE, mit dem deutschen Markus Lehmann an der Spitze. Der WPT-Champion wird auch heute Nacht beim Finaltag mit von der Partie sein, bei noch 21 Spielern bedeuten 193.000 Chips allerdings nur Rang 20 im Chipcount. Chipleader Christopher Gonzales bringt es auf satte 1.315.000. Cashes gab es für die deutschen Vertreter Rudolf Zintel (24./$13.541), Alexander Gruißem (48./$9.275) und Thomas Böhm (228./$2.908).

Johannes_Steindl_wsop_31.jpgJohannes Steindl (Foto: hochgepokert.de)

Auch beim $1.500 H.O.R.S.E. hat es ein Spieler aus unseren Breitengraden in den Finaltag geschafft. Team PokerStars Pro Johannes Steindl gehört bei noch 24 Spielern mit 79.500 Chips aber auch zu den Shortstacks. Ganz oben im Chipcount hat sich der Russe Konstantin Puchkov mit 465.000 eingefunden. Die Teamkollegen von Johannes, Lex Veldhuis, Pat Pezzin und Jason Mercier mussten sich mit den Plätzen 25 ($5.772), 37 ($4.923) und 44 ($4.276) zufrieden geben.

Ein ganz starkes Feld machte sich auf die Reise beim $5.000 No-Limit Hold’em Six-max (Event #32) und dort sieht es nach dem ersten Tag sehr gut aus für die deutsche Fraktion. 568 Spieler waren gestartet, sodass es um insgesamt $2.669.600 geht und Matthias Neu liegt mit 172.700 Chips an vierter Stelle. Benny Spindler bringt es auf 145.000, was Rang zehn bedeutet und auch für Team PokerStars Pro George Danzer (57.700) und Nico Behling (40.200) ist noch alles drin.

Benny_spindler_wsop_32.JPGBenny Spindler (Foto: hochgepokert.de)

54 Plätze werden bezahlt, die Siegprämie ist mit satten $667.433 veranschlagt und im Moment hält Christian Harder mit 258.700 Chips die Führung. Vorn dabei sind auch die Bignames David Ulliott (180.500), Phil Ivey (148.300) und Team PokerStars Pro Chad Brown (101.400). Für Spannung an Tag 2 ist also gesorgt.

Beim $2.500 Pot-Limit Hold’em/Omaha Mix gingen nur 482 Spieler an den Start, womit gerade einmal $1.108.600 im Preispool liegen. Aber auch hier haben sich einige echte Topspieler ganz vorn festgesetzt. Bei noch 126 Überlebenden führt Justin Smith deutlich mit 130.000 und dahinter drängeln sich unter anderem die Team PokerStars Pros Victor Ramdin (54.750), Andy Black (46.800), Ashton Griffin (44.000), Jeff Lisandro (40.200), Stephen Chidwick (40.000) und auch Multitabler Phil Ivey (35.000). Team PokerStars Pro Michael Keiner gehört mit 10.600 Chips zu den Shortstacks und muss sich ordentlich strecken, um überhaupt in die bezahlten Plätze zu kommen.

Heute Abend beginnt die $1.000 Seniors NLHE Championship, doch besonders gespannt dürfen wir sein, ob den bei der $10.000 World Championship Heads-up ein paar deutsche Spieler dabei sein werden. Im vergangenen Jahr schafften es zum Beispiel Benny Spindler und Dragan Galic ins Geld.

WSOP 2010: Eddy wird Vierter, Sandra landet tief im Geld beim PLO

Donnerstag, Juni 17th, 2010

wsop2010_thn.jpgFür Eddy Scharf aus Köln ging es beim $2.500 NLHE Six-max gleich ums Ganze, denn mit 211.000 Chips hatte er den kleinsten Stack mit in den Finaltag genommen. In der ersten Hand musste er sich noch mit einem Splitpot begnügen, doch wenig später verdoppelte er, nach einem gewonnen Flip mit [ah][ks] gegen Pocket-Achten, auf 470.000. Bei noch zehn Spielern hielt sein Paar Fünfen gegen [as][kh] von Tyler Wittemann, den er wenige Hände später auch vom Tisch nahm. Und als Javier Etayo auf Rang sieben die Segel streichen musste, war das erste Etappenziel erreicht: Finaltisch.

Mit über 1,3 Millionen Chips war alles möglich, auch das dritte WSOP-Bracelet für Eddy Scharf. Zum ganz großen Wurf reichte es dann nicht, aber das Aus kam erst in Level 28 (40.000/80.000, Ante: 10.000). Bei noch vier Spielern pushte Eddy aus erster Position All-in, Jeffrey Papola pushte ebenfalls und drehte im Showdown [ad][ac] um. Eddy zeigte [qh][jh], traf noch den [jd] am Flop, mehr Hilfe kam aber nicht und so war es der starke vierte Platz für $163.649 Preisgeld. Das Bracelet und $630.031 gingen an William Haydon, der mit Papola ($391.068) im Heads-up kurzen Prozess machte.

scharf_wsop_26.jpgEddy Scharf (Foto: Pokernews.com)

Spannend war es auch beim $2.500 Pot Limit Omaha (Event #28) wo Team PokerStars Pro Sandra Naujoks sich als Shortstack nach vorn kämpfen konnte. Nachdem sie zunächst von 17.300 auf 12.500 abgerutscht war, ging es in Level 13 (800/1.600) deutlich aufwärts. Bei noch gut 60 Spielern verdoppelte sie mit [ah][3h][ks][5s] gegen [qh][6s][9d][as] von Justin Gardenhire. Am Flop mit [kh][6h][ac] kam es zum All-in, das besser Twopair hielt durch und Sandra kurz vor der Bubble 64.000. Letztlich war dann aber auf Rang 25 für $9.842 Preisgeld Endstation. Mit [ad][jd][7c][4h] investierte Sandra ihre letzten Chips, Tommy Le hielt mit [ks][th][7s][6d] dagegen und floppte gleich eine Straight: [9h][8s][js][4s][8d].

Zwölf Spieler gehen heute in den Finaltag und ganz vorn im Chipcount liegt Miguel Proulx mit 877.000 in Chips. Die einzigen bekannten Pros Joe Serock und Michael Greco belegen die Plätze zehn und elf im Zwischenklassement.

naujoks_wsop_28.jpgSandra Naujoks (Foto: Pokernews.com)

Den Finaltag der $10.000 World Championship Limit Hold’em (Event #29) erreichten 13 Pokerspieler, darunter auch Team PokerStars Pro Anh Van Nguyen, Michael Mizrachi, Brock Parker und David Chiu. Ganz vorn sitzt Kyle Ray mit 643.000 Chips vor Daniel Idema (634.000). Auf den Champion warten $425.969 Prämie.

Ein weiteres Bracelet wurde im Seven Card Stud Hi-Lo ausgespielt. Dort führte am Finaltisch lange Zeit eine Frau, doch am Ende musste sich Karina Jett mit Platz vier ($60.588) zufrieden geben. Die Siegprämie in Höhe von $208.682 ging an David Warga.

Ein Monsterfeld kam einmal mehr beim $1.500-NLHE-Turnier zusammen. 2.394 Spieler sorgten für $3.231.900 im Preispool, der auf die ersten 243 Plätze verteilt wird. Tag 1 überlebten rund 288 Spieler und ganz vorn hat sich Markus Lehman mit 135.200 Chips eingefunden. Ob es sich dabei um unseren deutschen WPT-Champion handelt, kann ich leider nicht sicher bestätigen. In der sehr unvollständigen Liste sind auch Philipp Gruissem mit gut 60.000 Chips und Dragan Galic (14.000) zu finden.

Von den ursprünglich 828 Teilnehmern (Preispool: $1.117.800) beim $1.500 H.O.R.S.E. überlebten 280 den ersten Tag. Ob noch deutschsprachige Spieler mit von der Partie sind bleibt abzuwarten. Team PokerStars Pro Katja Thater hat es leider nicht geschafft:

@KatjaThater: Deuces are good for chasing trips vs my Q´s up. Fall from horse in last hand of the day #wsop

WSOP 2010: Jede Menge Action mit deutscher Beteiligung

Mittwoch, Juni 16th, 2010

wsop2010_thn.jpgDie ganz großen Ergebnisse der deutschsprachigen Pokerspieler in Las Vegas bleiben weiterhin rar gesät und daran konnte leider auch Holger Kanisch am dritten Turniertag des $1.000 NLHE nichts ändern. Mit 364.000 Chips hatte sich der letzte Deutsche eine gute Ausgangsposition erarbeitet, eliminierte gleich zu Beginn auch noch Gary Hurst und schob sich bei noch 28 Spielern mit 470.000 in die Top Ten vor.

Doch gleich im zweiten Level des Tages riss der Faden komplett. Holger floppte mit [ad][8c] gegen [qc][jd] Toppair, doch das Board lief letztlich mit [3c][as][4s][qs][jc] aus. Damit war der Stack schon auf unter 300.000 geschrumpft und es kam noch schlimmer. Im Blindbattle gegen John Tolbert callte Holger die Einsätze am Flop, Turn und River, war damit All-in und Tolbert drehte [5s][6c] zur geriverten Nut-Straight um. Holger muckte frustriert und schied somit auf Rang 21 für $14.741 Preisgeld aus.

Tolbert dagegen schaffte letztlich mit 925.000 Chips den Sprung ins Finale, das heute Nacht ausgetragen wird. Chipleader ist JD McNamara mit 2.393.000 vor Kiet Tran Tuan mit 2.311.000 in Chips. Auf den Champion warten $503.389.

florian_langmann_wsop_5knl.jpgFlorian Langmann

Zum zweiten Tag des $2.500 NLHE Six-max kehrten 156 Spieler an die Tische zurück, darunter auch Florian Langmann, Johannes Steindl, Tim Kahlmeyer, Erich Kollmann und Eddy Scharf. Alle fünf schafften es ins Geld, aber vor allem Team PokerStars Pro Florian Langmann wird mit Rang 77 ($6.156) überhaupt nicht zufrieden gewesen sein, schließlich lag zeitweise sogar an der Spitze des Chipcounts. Johannes Steindl hatte sich zuvor schon mit Platz 100 ($5.211) begnügen müssen und Tim Kahlmeyer hielt als 75. (ebenfalls $6.156) nur unwesentlich länger als Florian aus.

Auch für Erich Kollmann reichte es nicht für den Finaltag. Er verlor zunächst einen Flip mit [kh][qs] gegen [7s][7h] um 300.000 Chips und wenig später war auf Platz 24 für $18.612 Endstation. Somit blieb noch der zweifache Bracelet-Gewinner Eddy Scharf und der kam in Level 17 (3.000/6.000, Ante: 500) so richtig aus der Ecke. Zunächst verdoppelte der Kölner mit [qd][qc] gegen [tc][td] von Team PokerStars Pro Daniel Negreanu und etwas später hielt [th][tc] gegen [ah][kc], um auf 250.000 aufzustocken.

Negreanu kämpfte sich ohne Showdown von 150.000 wieder auf 370.000 hoch, verlor dann aber einen großen Pot mit A-K gegen K-J. Wenig später war auf dem 16. Rang ($23.537) Schluss. Nachdem Steve Cowley auf 31.000 geraist hatte, ging KidPoker mit 189.000 All-in und Cowley callte mit [8s][8d]. Negreanu zeigte [as][jc] und das Board brachte [7c][8h][qc][7h][5d].

Es war der letzte Bust-out des Tages und somit geht die Reise für Eddy Scharf weiter. Allerdings bedeuten 211.000 den letzten Platz in den Chipcounts und die Blinds beginnen in Level 21 bei 8.000/16.000 (Ante: 2.000). Chipleader ist Steve Cowley mit 1.279.000.

daniel_negreanu_wsop_2500_nl.JPGDaniel Negreanu

Beim $1.500 Seven Card Stud Hi-Lo (Event #27) wurde der zweite Turniertag bei noch 23 Spielern abgebrochen. Nicht geschafft hat es der Schweizer Daniel Studer, der auf Platz 29 für $4.729 die Segel streichen musste. Ganz vorn im Chipcount hat sich Maxwell Troy mit 430.000 Chips festgesetzt. Mit dabei bleibt auch EPT Berlin Champion Kevin MacPhee (138.000).

Event #28 nahmen 596 Spieler in Angriff, gespielt wurde Pot-Limit Omaha mit $2.500 Buy-in. Begonnen wurde mit 1.500 Turnierchips und innerhalb der ersten vier Levels konnten die Teilnehmer jederzeit ihre drei Add-on Chips im Wert von je 2.000 Turnierchips eintauschen. Nach zehn Levels war das Feld dennoch auf 105 Spieler (54 bezahlte Plätze) reduziert. Im Rennen um die Siegprämie in Höhe von $315.311 bleiben unter anderem Sandra Naujoks, ElkY, Humberto Brenes und Joe Hachem vom Team PokerStars Pro. Alle vier liegen aber deutlich hinter L.J. Klein, der mit 187.000 Chips oben steht.

humberto_brenes_wsop_shark.JPGHumberto The Shark Brenes

Bei der $10.000 World Championship Limit Hold’em gehört nach Tag 1 einmal mehr der Russe Vladimir Schmelev (109.500 Chips) zu den Chipleadern. Zahlreich angetreten ist auch das Team PokerStars Pro und mit Chad Brown, Vanessa Rousso, Lex Veldhuis, Pat Pezzin, André Akkari und Barry Greenstein haben einige den zweiten Tag erreicht. Von den 171 Startern sind noch 107 im Turnier und der Weg zum Titel ist lang. Die $1.607.400 im Preispool werden auf die ersten 18 Plätze verteilt, die Siegprämie ist mit $425.969 angegeben.

Heute beginnen die Turniere #30 und #31. Gespielt wird No-Limit Hold’em und H.O.R.S.E. mit jeweils $1.500 Buy-in.

WSOP 2010: Holger Kanisch erreicht Tag 3 beim $1.000 NLHE

Dienstag, Juni 15th, 2010

wsop2010_thn.jpgBeim $1.000 No-Limit Hold’em lief es für die verbliebenen deutschen Spieler gar nicht so schlecht. Huykhiem Nguyen kassierte für Rang 307 $1.864, Markus Wagner und Markus Faller cashten als 285. bzw. 245. für jeweils $2.072 und Felix Bohle erhielt für Platz 145 $2.604 Preisgeld.

Holger Kanisch hat es sogar unter die letzten 30 geschafft und wird damit heute Abend um den Einzug an den Finaltisch spielen. Mit 364.000 Chips wurde der Runner-up der EPT Dortmund 2009 zuletzt an zwölfter Position geführt. Chipleader Joseph Grenon aus Kanada geht mit 857.000 in die Entscheidung. Die Spieler haben damit bereits $11.870 Preisgeld sicher, der Sieg ist allerdings $503.389 wert.

kanisch_wsop_event24.jpgHolger Kanisch

Erwartungsgemäß groß war der Andrang beim $2.500 No-Limit Hold’em Six-max. 1.245 Pokerspieler schraubten den Gesamtpreispool auf $2.863.500, 126 Plätze werden bezahlt und das Bracelet ist satte $630.031 wert. Und auch für die deutsche Pokergemeinde in Las Vegas steht nach dem Super-Sonntag bei der Fußball WM zunächst einmal wieder Poker im Vordergrund. An den Six-max-Tischen waren unter anderem die Team PokerStars Pro Florian Langmann, George Danzer und Johannes Strassmann sowie Marco Liesy, Frank Blümlein, Daniel Drescher, Konstantin Bücherl, Tim Kahlmeyer, Igor Kurganov, Fabian Quoss, Moritz Schmejkal, Alex Jung, Philipp Gruissem, Thomas Laume und Cort Kibler-Melby zu finden.

Nach zehn gespielten Levels tüteten 156 Spieler ihre Chips ein, darunter Florian Langmann, der zuletzt mit 86.000 Chips geführt wurde, und sein österreichischer Teamkollege Johannes Steindl (25.000). Definitiv ausgeschieden sind dagegen Fabian Quoss, Konstantin Bücherl, Cort Kibler-Melby, Moritz Schmejkal und Alex Jung.

Ganz vorn im Chipcount liegt Will Haydor mit 180.300 vor Erik Cajelais mit 163.000. In den Top 10 sind zudem auch November Nine Jeff Schulman und der Main Event Champion von 2007, Jerry Yang, zu finden. Neben Langmann und Steindl sind vom Team PokerStars Pro auch noch die Brasilianerin Maria Mayrinck (77.200) und Daniel Negreanu (31.000) im Rennen.

Beim zweiten Neustart des Tages stand Seven Card Stud Hi-Lo auf dem Programm. 644 Pokerspieler zahlten das Buy-in von $1.500 und somit geht es um $869.400, die auf die ersten 64 Plätze verteilt werden. Sebastian Ruthenberg und Michael Keiner vom Team PokerStars Pro Germany haben mit der Entscheidung definitiv nichts zu tun, beide verabschiedeten sich bereits in der frühen Turnierphase.

michael_keiner_event27.JPGMichael Keiner

Umso besser lief es dagegen für Daniel Studer. Der Schweizer beendete Tag eins auf Rang drei im Chipcount. Mit 42.600 Chips liegt er nur ganz knapp hinter Odette Tremblay (43.700) und David Levi (43.300). Insgesamt haben 208 Spieler den zweiten Tag erreicht, darunter auch Dutch Boyd, Jeff Lisandro, Felipe Ramos, Kevin MacPhee und Marcel Luske.

Das einzige Bracelet des Tages wurde bzw. wird bei der $10.000 World Championship Omaha Hi-Lo vergeben. Dort sitzen sich zurzeit noch Sam Farha und James Dempsey im Heads-up gegenüber. Farha führte zuletzt mit 4,1 Millionen Chips, Dempsey liegt bei etwas 2,1 Millionen. Auf den Sieger warten $488.237 Preisgeld, der zweitplatzierte wird mit $301.790 nach Hause gehen.

Neu gestartet werden heute Abend dann noch ein $2.500 Pot-Limit Omaha (Event #28) und die $10.000 World Championship Limit Hold’em.

WSOP 2010: Hofbräuhaus statt Rio Casino

Montag, Juni 14th, 2010

wsop2010_thn.jpgBis auf George Danzer scheinen sich die deutschen Pokerspieler in Las Vegas das vergangene Wochenende fast komplett freigehalten zu haben. Im Rio waren sie zumindest nicht zu sehen und nach dem fulminanten Auftritt der Deutschen Elf beim 4:0 gegen Australien, wird wohl auch keiner auf die Idee gekommen sein das kühle Blonde im Hofbräuhaus an diesem Tag noch gegen Pokerkarten im Rio einzutauschen. Dennoch blicken wir, der Vollständigkeit halber, natürlich kurz auf den mittlerweile 17. Turniertag 41. WSOP zurück.

Am Final Table der $1.000 Ladies Championship (Event #22), setzten sich die Französin Vanessa Hellebuyck und Sisel Boesen aus Dänemark gegen die nordamerikanische Übermacht durch und spielten im Heads-up den Titel aus. Hellebuyck führte allerdings deutlich 2,6 Millionen zu 564.000 und nach sieben weiteren Händen hatte sie auch die restlichen Chips vor sich vereint. Neben dem prestigeträchtigen Bracelet gab es $192.132 für Hellebuyck, Runner-up Boesen erhielt $118.897 Preisgeld.

Beim $2.500 Limit Holde’em Six-max lieferten sich Brian Meinders und Dutch Boyd ein langes und sehr spannendes Heads-up. Nach gut zwei Stunden Heads-up hatte sich Boyd dann eine deutliche 4 zu 1 Führung erspielt und ließ sich den Sieg nicht mehr nehmen. Vor der letzten Hand war Meinders noch ein Big Blind (100.000) geblieben, Boyd traf mit [jh][td] gleich am Flop den [jc] und das Paar reichte aus, um gegen [ac][8s] von Meinders die Oberhand zu behalten. Das zweite Bracelel für Boyd nach 2006 war diesmal $234.065 wert, Runner-up Brian Meinders erhielt $144.650 Preisgeld.

Den zweiten Starttag (1B) beim $1.000 No-Limit Hold’em stürmten 1.358 Spieler, 222 von ihnen überlebten. Zusammen mit den 1.931 Teilnehmern von Tag 1A ergibt das einen Preispool in Höhe von $2.960.100, 342 Plätze werden bezahlt und die Siegprämie liegt bei stolzen $503.389. Während mit Felix Bohle (31.300), Huykhiem Nguyen (20.900), Holger Kanisch (14.625), Matthias Manhertz (10.425) und Jonas Hunten (8.225) immerhin fünf Deutsche unter den 290 Überlebenden von Tag 1A zu finden waren, scheint an Tag 1B kein einziger deutscher Spieler dabei gewesen zu sein. Was aber auch kein Wunder ist, schließlich begann fast zeitgleich das mit Spannung erwartete Auftaktspiel unserer Nationalelf bei der FIFA WM in Südafrika (Olé).

Der zweite Turniertag der $10.000 World Championship Omaha Hi-Lo verlief für die Vertreter vom Team PokerStars Pro alles andere als gut. George Danzer floppte mit Q-Q-T-T eine Straight und gegen Steve Zolotov gingen die Chips bis zum River in die Mitte. Zolotov zeigte A-J-T-7 und hatte damit auf dem Board mit [9h][js][kd][4s][qd] die höhere Straight gerivert. Ach ja George, wärst du doch im Hofbräuhaus geblieben.

pat_pezzin_wsop_1500_stud.JPGTeam PokerStars Pro Pat Pezzin

Auch Chad Brown, Barry Greenstein und auch Alex Kravchenko, der Tag 1 in den Top 10 abgeschlossen hatte, mussten allesamt ihre Plätze räumen. Und somit liegt es allein an Pat Pezzin, die Farben seines Teams hoch zu halten. Pezzin überstand die Moneybubble (17 bezahlte Plätze), gehörte mit 60.000 Chips aber zu den Shortstacks. Als Chipleader wurde zuletzt Sergey Altbregin mit 645.000, vor Michael Chow (460.000), geführt. Zur Stunde wird noch gespielt und es sind immer noch 27 Spieler dabei.

Heute Abend sollte dann auch aus deutscher Sicht wieder etwas mehr Betrieb im Rio sein, denn es starten mit dem $2.500 No-Limit Hold’em Six-max und dem $1.500 Seven Card Stud Hi-Lo gleich zwei Turniere.

WSOP 2010: Deutsche Spieler machen sich rar

Sonntag, Juni 13th, 2010

wsop2010_thn.jpgGleich sechs Turniere liefen in der vergangenen Nacht im Convention Center des Rio Hotel & Casino in Las Vegas, doch von den deutschsprachigen Spielern gibt es leider nur wenig zu berichten. An den Finaltischen beim $1.000 Pot-Limit Omaha und $1.500 Seven Card Stud tummelten sich fast ausschließlich Spieler aus den USA und Canada, dennoch ging ein Bracelet an einen Spieler aus England. Richard Ashby war der einzige Europäer im Seven-Card-Stud-Finale, setzte sich aber gegen die Übermacht aus Nordamerika durch und kassierte neben dem Armband $140.467 Preisgeld. Rang zwei ging an die US-Amerikanerin Christine Pietsch ($86.756), Landsmann Dan Heimiller wurde Vierter ($40.544) und die beiden Kanadier Sorel Mizzi und Team PokerStars Pro Pat Pezzin belegten die Ränge sechs und sieben für $22.235 bzw. $16.826 Preisgeld.

Beim Pot-Limit Omaha trat der Franzose Klinghammer Thibaut ebenfalls als einziger Europäer an und schaffte es immerhin ins Heads-up gegen John Barch. Barch war zu diesem Zeitpunkt allerdings nicht mehr aufzuhalten. Er eliminierte kurz nacheinander Nenad Medic (4./$74.946) und Trai Dang (3./$102.306), führte im Heads-up mit 3,5 Millionen zu 410.000 in Chips und machte auch kurzen Prozess mit Thibaut, der $158.698 kassierte. Barch erhielt für den Sieg $256.919.

barch_wsop_event_20.jpgJohn Barch

Bei der $1.000 Ladies Championship stehen die Finalistinnen fest und alle neun sind zumindest in unseren Breitengraden völlig unbekannt. Sidsel Boesen aus Dänemark liegt mit 789.000 Chips vor Kami Chisholm aus den USA (529.000). Spielerinnen aus dem deutschsprachigen Raum sind nicht in den 117 bezahlten Plätzen zu finden.

Auch beim $2.500 Limit Hold’em Six-max hatten die Teilnehmer aus unseren Breitengraden nichts zu melden. Zwölf Spieler werden heute Abend an zwei Tische zurückkehren, Chipleader ist Al Barbieri mit 415.000 vor Albert Minnullin mit 358.000 Chips. Mit Dutch Boyd (348.000) und JJ Liu (182.000) haben auch zwei bekannte Pros den Finaltag erreicht.

An Tag 1A des neuesten $1.000-NLHE-Turniers wurden diesmal nur neun Levels gespielt, was aber ausreichte um das Feld von 1.931 auf 290 Spieler zu reduzieren. Bis dort die offiziellen Chipcounts vorliegen werden allerdings noch ein paar Stunden vergehen und heute Abend folgt dann ja auch zunächst Starttag 1B.

Neu gestartet wurde auch die $10.000 World Championship Omaha Hi-Lo und wie angekündigt tummelte sich auch Team PokerStars Pro George Danzer unter den 212 Teilnehmern. Der Preispool liegt damit bei $1.992.800, 27 Plätze werden bezahlt und auf den Champion warten $488.241 Prämie. Bis dahin ist es aber noch ein sehr langer Weg, denn 154 Spieler überlebten den ersten Tag.

alex_kravchenko_wsop14.JPGAlex Kravchenko

Ganz vorn im Chipcount hat sich David Benyamine mit 108.000 Chips festgesetzt. Es folgen mit Vladimir Schmelev (95.000), Sammy Farha (95.000), Barry Shulman (76.200), Robert Mizrachi (76.000), Team PokerStars Pro Alex Kravchenko (76.000), Eli Elezra (76.000), Jennifer Harman (75.000), John Cernuto (72.000) und Jeff Lisandro (72.000) ausschließlich Bignames. George hat sich mit 66.000 Chips ebenfalls eine gute Ausgangsposition für Tag 2 geschaffen und auch seine Teamkollegen Chgad Brown, Pat Pezzin sowie Barry Greenstein bleiben dabei.

WSOP 2010: Michael Keiner besiegt den Fluch und casht beim PLO

Samstag, Juni 12th, 2010

wsop2010_thn.jpgWährend George Danzer die deutsche Fangemeinde beim No-Limit Deuce to Seven Draw auf Trab hielt liefen natürlich noch weitere Turniere im Convention Center des Rio und es wurde auch ein weiteres Bracelet vergeben.

Beim $2.000 Limit Hold’em setzte sich 2009 November Nine Eric Buchman im Heads-up gegen Brent Courson durch und schnappte sich neben dem Bracelet ein Preisgeld in Höhe von $203.607. Runner-up Courson erhielt $125.737 Preisgeld. Ein Spieler aus unseren Breitengraden war im Finale nicht dabei. Für die beste Platzierung hatte der Österreicher Ivo Donev mit Platz 26 für $6.237 Preisgeld gesorgt.

buchmann_wsop_18.jpgBracelet für Eric Buchman

Beim $1.500 PLO schaffte Team PokerStars Pro Michael Keiner als einziger deutschsprachiger Spieler den Sprung ins Geld. Letztlich war auf Rang 47 für $4.647 Endstation, aber nachdem er 2009 bei allen vier Omaha Events kurz vor dem Geld ausgeschieden war, sagte er selbst: „Der Fluch ist gebrochen.” Und nachdem dies 2010 sein erstes WSOP-Turnier war, sollte die Motivation für weitere Anläufe beim Doc deutlich angestiegen sein.

Der Finaltisch wird heute Nacht ausgetragen und Nenad Medic führt mit 1.504.000 Chips deutlich vor John Barch, der es auf 546.000 bringt. Der Sieger des PLO-Events wird mit $256.919 ausbezahlt.

Michael_Keiner_wsop_plo.jpgMichael Keiner

Julian Herold sorgte mit dem 15. Platz für $5.155 Preisgeld für die beste Platzierung beim $1.500 Seven Card Stud, aber auch hier geht es ohne deutsche Beteiligung in den Finaltag. Neben Herold cashten auch Peter Klaus Stohner (22./$4.41), Marco Liesy (30.) und der Österreicher Erich Kollmann (31./jeweils $3.558).

Sorel Mizzi wird heute Abend als Chipleader in das Finale der letzten acht gehen. Er führt das Feld mit 435.000 Chips an. Es folgt Darren Shebell mit 320.000 und Pat Pezzin (211.000) vom Team PokerStars bleibt ebenfalls im Rennen, während Teamkollege Alex Kravchenko als letzter Spieler des Tages auf Rang neun für $10.057 die Segel streichen musste. Auf den Sieger warten $140.467.

Neu gestartet wurde die $1.000 Ladies No-Limit Hold’em Championship (Event #22) zu der sich 1.054 Ladies anmeldeten. Im Preispool liegen damit $948.600, 117 Plätze werden bezahlt und auf die Siegerin warten $192.132 Prämie. Mike Busch hat es definitiv nicht in Tag 2 geschafft und auch Christiane Klecz war zuletzt nicht in den Chipcounts zu finden. Innerhalb von zehn Levels wurde das Feld auf 138 Damen reduziert. In Führung liegt La Sengphet mit 148.500 Chips.

Mit Event #23 ist ein weiteres Limit-Hold’em-Turnier auf die Reise gegangen und 384 Pokerspieler waren bereis das Buy-in von $2.500 zu zahlen. Die $883.200 im Preispool werden auf die besten 36 verteilt, die Siegprämie liegt bei $234.065. Über 200 Spieler haben den zweiten Tag erreicht, ob deutschsprachige Teilnehmer darunter sind werden erst die offiziellen Chipcounts verraten.

WSOP 2010: Packendes Finale beim Deuce to Seven mit George Danzer

Samstag, Juni 12th, 2010

wsop2010_thn.jpgAus deutscher Sicht sorgte natürlich Event #19 für viel Spannung. Team PokerStars Pro George Danzer ging auf Rang zwei in den entscheidenden dritten Turniertag der $10.000 World Championship No-Limit Deuce to Seven Draw, der einen dramatischen Verlauf nehmen sollte. Zehn Spieler hatten noch Chancen auf das Bracelet und die damit verbundenen $294.314 Siegprämie, doch zunächst mussten die sieben Akteure für den offiziellen Finaltisch gefunden werden.

Das Ganze spitzte sich zu nachdem John Monette (10.) und Andy Bloch (9.) ihre Plätze geräumt hatten. George lag zu diesem Zeitpunkt weiterhin auf Rang zwei mit 465.000 Chips, Chipleader Eric Kesselman hatte mit 805.000 die Führung übernommen und am Ende der Chipcounts ging es für John Juanda (263.000), Team PokerStars Pro Daniel Negreanu (261.000) und Eric Seidel (122.000) ums Überleben.

daniel_negreanu_wsop_lowball_10k2.JPGDaniel Negreanu

Doch zunächst stand George im Blickpunkt. Er konnte seinen Stack auf über 600.000 ausbauen und es folgte eine große Konfrontation mit David Baker. Aus mittlerer Position eröffnete George den Pot für 27.000, Baker callte vom Small Blind und beide Spieler tauschten eine Karte. Baker setzte von vorn 51.000 Chips, George ging kurz in sich, erhöhte dann auf 200.000 und nachdem Baker die Situation erfasst hatte, ging er All-in. George musste noch 106.000 Chips nachlegen, und drehte mit 7-6-5-4-2 eine sehr starke Hand um, doch Baker zeigte tatsächlich 7-6-4-3-2 und damit ein Number Two, die second Nuts im Deuce to Seven Lowball. Somit rutschte auch George deutlich unter die Marke von 300.000 und musste um die Teilnahme am Finaltisch bangen.

Letztlich erwischte es aber Daniel Negreanu auf Platz acht ($26.004). KidPoker pushte seine 180.000 nach einem Raise von Baker All-in, Baker callte und blieb Pat. Negreanu tauschte eine Karte, bekam zu seinem 7-4-3-2 einen König gedealt und hatte so keine Chance gegen das 9-7-Low von Baker.

George war mit 245.000 der Shortstack im Finale, doch bei dieser action geladenen Runde war noch alles möglich. Eric Kesselmann erwischte es auf Rang sieben für $32.080, Erik Seidel blieb Rang sechs für $41.270 und dann stand das Turnierleben von George erstmals auf dem Spiel. Gegen die Eröffnung von John Juanda, hatte George All-in gepusht, Juanda callte und beide tauschten eine Karte. Es sah nicht gut aus für George, denn zum guten Draw mit 8-6-5-3 kam ein König dazu. Juanda zeigte im Showdown 9-5-4-2, doch er hatte eine weitere Zwei zum Paar gezogen und George verdoppelte auf 485.000.

george_danzer_wsop_19_FT.jpgGeorge Danzer

Und unter tosendem Jubel der gut zwei Dutzend Danzer-Fans in der ESPN-Arena kam es noch besser. George schloss zu Chipleader David Baker auf und übernahm wenig später mit 800.000 die alleinige Führung. Baker schlug aber zurück und nahm Doug Both auf Rang fünf ($55.483) vom Tisch, während George John Juanda verdoppelte und plötzlich mächtig unter Druck war:

John Juanda – 1.058.000
David Baker – 1.045.000
Eric Cloutier – 565.000
George Danzer – 367.000

Es bleib eine Achterbahnfahrt der Gefühle für George, denn er schlug ausgerechnet gegen Juanda zurück. Der hatte vom Small Blind All-in gepusht, George machte den Call für seine letzten 287.000 und wieder tauschten beide eine Karte.

Juanda: 9-8-4-2 … 2
George: 8-4-3-2 … 7

George hatte wieder alle Chancen und für Juanda hieß es „from Hero to Zero”, denn eine halbe Stunde nachdem er die Führung übernommen hatte war alles gelaufen. Die letzten 152.000 Chips schnappte sich David Baker, der damit mehr als zwei Drittel aller Chips hielt. Juanda bekam für Rang vier $78.088 Preisgeld.

Nur ein paar Minuten später pushte George seine 463.000 vom Small Blind All-in, Eric Cloutier callte für seine 419.000 All-in und George tauschte diesmal sogar zwei Karten. Das sah nicht gut aus. Cloutier wechselte einmal, zeigte 5-6-7-3 und dazu eine Zehn, George hatte 9-5-3 vor sich liegen und die erste Tauschkarte war eine Vier. Es war noch alles drin, aber wieder kam ein König und somit bleiben George nur noch mickrige 55.000 Chips, die er dann an Baker abgab. Der hatte zwar ein Paar Dreien im Showdown umgedreht, aber George selbst hatte ein Paar Siebenen und war draußen. Dennoch ein fantastische Leistung für den Wahl-Münchener, die mit $115.295 und viel Jubel von der deutschen Fan-Gemeinde honoriert wurde.

Pokernews Interview mit George Danzer.

David Baker ließ sich die klare 5 zu 1 Chipführung nicht mehr nehmen und schnappte das Bracelet sowie $294.314, Runner-up Eric Cloutier erhielt $181.886 Preisgeld.

david_baker_wsop_19_FT.jpgDavid Baker im Freudentaumel

Die Zusammenfassung zu den weiteren Turnieren am 14. Tag der WSOP gibt es hier:

WSOP 2010: Michael Keiner besiegt den Fluch und casht beim PLO

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WSOP 2010: George Danzer schnuppert am Finaltisch

Freitag, Juni 11th, 2010

wsop2010_thn.jpgIn wenigen Stunden ist Anstoß beim FIFA World Cup in Südafrika und rechtzeitig zu Beginn des größten Sportereignisses der Welt ist für die Pokerfans in Deutschland auch bei einem $10.000 World Championship Turnier der 41. WSOP mitfiebern angesagt.

Der Schweizer Anton Allemann und George Danzer vom Team PokerStars Pro hatten den zweiten Tag beim No-Limit Deuce to Seven Draw erreicht. Anton baute seine 80.600 Chips auf bis zu 200.000 aus, doch kurz vor der Bubble (14 bezahlte Plätze) verlor er seine gut 150.000 Chips mit 8-6-4-3-2 gegen David Baker, der ein 7-6-4-3-2 zeigte, und schied auf Rang 16 aus. Bei George Danzer sah es zu diesem Zeitpunkt aber noch sehr gut aus und er schaffte es auch ohne Probleme ins Geld. Mit seinem neuen Seatdraw war er allerdings überhaupt nicht zufrieden, wie bei Twitter zu lesen war:

@trickyscarfy: Habe 270k aber beim Tableredraw einen schlechten Platz erwischt. Schnitt jetzt 220k. Monette Juanda Negreanu alle links von mir.

Doch auch an diesem Tisch lief es gut. Nachdem Teamkollege Chad Brown auf Rang 13 ($19.273) an die Rails musste, übernahm George den Bust-out von Yan Chen auf Rang zwölf und baute seinen Stack auf 346.000 Chips aus. Das gefiel auch Daniel Negreanu, der ebenfalls noch im Turnier war und auf seinen ersten Finaltisch in diesem Jahr spekulierte:

@RealKidPoker: Yan Chen busted. 11 left. Final table for this event is 7.

Und es kam noch besser für George. Er nahm auch Vincent Mousso mit 8-7-6-5-2 gegen J-T-9-3-2 vom Tisch und tütete wenig später gut 425.000 Chips ein, was Rang zwei im Chipcount hinter David Baker (526.000) bedeutet. Der Finaltisch ist bei zehn verbliebenen Spielern allerdings noch nicht erreicht und die Konkurrenz um das Bracelet und $294.314 Preisgeld ist gnadenlos stark: Daniel Negreanu (223.000), Andy Bloch (146.000), John Juanda (225.000) und Erik Seidel (280.000).

george_danzer_wsop_lowball_10k.JPGGo for Gold George

Hoffentlich ergeht George besser als Nico Behling und Dragan Galic, die beim $5.000 No-Limit Hold’em (Event #17) leider nicht in die Entscheidung eingreifen konnten. 18 Spieler waren zum Finaltag an die Tische im Amazon Room zurückgekehrt, Dragan ging für seine letzten 207.000 Chips mit [ac][8c] All-in und wurde von Big Blind Paul Foltyn mit [6s][6d] gecallt. Das Board brachte [2s][jh][kd][9h][jc] und somit Rang 16 und $31.305 Preisgeld für den in Deutschland lebenden Kroaten.

Nico fühlte zu Beginn Chipleader Jason DeWitt auf den Zahn, zwang diesen zweimal zum Fold und baute seinen Stack so auf über 500.000 aus. Ein dreiviertel Stunde später waren es wieder nur 332.000, die Nico aus dem Small Blind mit [ah][js] All-in pushte. Im Big Blind saß David Benfield, der mit [6h][6d] callte und auch diesmal änderte das Board nichts ([4h][kc][3c][qs][qd]). Für Nico war somit auf Rang 18 für $39.159 Endstation.

Im Heads-up sitzen sich zur Stunde noch Jason DeWitt und Sam Trickett gegenüber. Es geht um $818.959 für den Sieger, der Runner-up bekommt $505.725 Preisgeld.

Den zweiten Turniertag beim $2.000 Limit Hold’em nahm Ivo Donev mit 50.400 Chips als einer der Bigstacks in Angriff und der Chessmaster umschiffte mit 55.000 Chips auch erfolgreich die Moneybubble. Mehr als Rang 26 für $6.237 war letztlich aber nicht drin für den Österreicher, der mit [ah][qh] auf einem Flop mit [7d][6h][3d] All-in war und sich gegen [as][7h] von Duke Lee nicht verbesserte.

Den Finaltag der letzten zehn Spieler führt Eric Buchman mit 453.000 Chips an. Der US-Amerikaner gehörte im vergangenen Jahr zu den November Nine und wurde am Ende Vierter beim Main Event. Hansu Chu liegt mit 447.000 Chips an zweiter Stelle. Auf den Sieger bei diesem Turnier warten $203.607 und das Bracelet.

ben_Kang_wsop20.jpgBen Kang schied beim Action-Game PLO aus

Jede Menge Action gab es bei Event #20, $1.500 Pot-Limit Omaha. Dort wurde nicht, wie sonst üblich bei $1.500er Turnieren, mit 4.500 Chips gestartet, sondern mit 1.500. Dafür bekamen die Teilnehmer zusätzlich aber drei Rebuy-Chips im Wert von jeweils 1.000 Chips, die jederzeit in den ersten vier Levels eingetauscht werden konnten.

Unter den 885 Spielern tummelten sich auch einige Spieler aus dem deutschsprachigen Raum. Florian Langmann, Ben Kang und Katja Thater vom Team PokerStars Pro sowie Erich Kollmann, Sigi Stockinger, Toni Vardjavand und Eddy Scharf haben Tag 2 definitiv nicht erreicht, dafür ist aber der Doc Michael Keiner unter den 95 Überlebenden und wie es im erging war bei Twitter nachzulesen:

@DocPoker: Playing my first WSOP event today at noon. PLO with 4,500 starting chips sounds like kind of a crapshot.

@DocPoker: PLO dinner break: 300 out of 900 players left. Still in, but very short with 2,5 K chips.

@DocPoker: Survived day 1, but still short with 26 K. 95 players left, 81 will be the money.

Ob noch weitere Spieler aus unseren Breitengraden im Kampf um das Bracelet und $256.919 Siegprämie dabei bleiben werden erst die Chipcounts bringen. In Führung liegen mit Jonathan Little (129.600) und Christian Harder (116.100) zwei bekannte Pros, während Vorjahressieger Jason Mercier es auf 25.500 Chips bringt. Heute geht es dann direkt an die Moneybubble, 81 Plätze werden bezahlt.

Florian Langmann eilte dann auch gleich weiter zum $1.500 Seven Card Stud (Event #21), aber auch dort reichte es nicht für den zweiten Tag. Besser erging es Erich Kollmann bei seinem zweiten Versuch an diesem Tag. In den Chipcounts wurde der Österreicher zuletzt mit 22.500 Chips geführt. 408 Spieler sorgten für einen Preispool in Höhe von $550.800, 40 Plätze werden bezahlt und das Bracelet wird mit $140.467 versüßt. Ca. 120 Spieler bleiben für Tag 2, Chipleader ist Scott Seiver mit 63.800 Chips. Vom Team PokerStars Pro haben Alex Kravchenko und Greg Raymer noch Chancen.