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WSOP 2010: Samuel Gerber gewinnt knapp $300.000, Nico Behling erreicht Finaltag

Donnerstag, Juni 10th, 2010

wsop2010_thn.jpgEinen großen verbuchte der Schweizer Pokerspieler Samuel Gerber. 16 Spieler waren in den entscheidenden Tag gestartet und es dauerte nicht lange, bis die sechs Finalisten von Event #16 feststanden. Samuel war dabei und lag mit 1.075.000 Chips an vierter Stelle des Chipcounts. Klar vorn lag der amtierende Champion der EPT Barcelona, Carter Phillips, mit 3.175.000. Craig Bergeron und Russel Thomas hielten nur unwesentlich mehr Chips als Samuel.

Der Schweizer eliminierte Russel Thomas mit [kh][ks] gegen [ad][kd] auf Rang fünf, doppelte danach aber Shortstack Hugo Perez auf, sodass sein Stack zunächst konstant bei einer Million blieb. Doch dann kam es zu einer entscheidenden Hand gegen Criag Bergeron. Das Board zeigte [tc][9d][5h][9s][6d], Samuel hatte Flop und Turn gebettet und schob am River seine verbliebenen 907.000 All-in. Bergeron callte, sah [jc][9h] beim Schweizer und zeigte tatsächlich [kc][qs] für den Herocall, ehe er Samuel auszahlte. Samuel schoss hoch auf 2,6 Millionen, doch es blieb spannend. Bergeron gelang das Comeback, indem er mit [ah][qd] gegen [jh][jd] von Samuel verdoppelte und auch Perez auf Rang vier vom Tisch nahm.

Zu dritt kam es schnell zum nächsten Showdown. Phillips hatte den Pot eröffnet und setzte Bergeron mit einer 4-Bet auch All-in. Bergeron callte zügig mit [7d][7h] und hatte Phillips kalt erwischt, denn der wollte mit [js][7s] sicherlich nicht gecallt werden. Im Pot lagen über vier Millionen Chips und gleich der Flop mit [jh][ac][8h] brachte die Wende zu Gunsten von Phillips, der den Pot letztlich einstrich und mit einer deutlichen Führung in das Heads-up ging.

gerber_wsop_16_FT.jpgSamuel Gerber (Foto: Pokernews.com)

Das verlief kurz und schmerzlos. Samuel raiste auf 100.000, Phillips machte daraus 275.000 und snapcallte das darauffolgende All-in des Schweizers mit [ad][kc]. [qc][8d] bedeuteten zwei Livecards für Samuel, aber das letzte Board wurde mit [7s][ah][9d][jc][5d] gedealt. Carter Phillips feierte den zweiten großen Triumph seiner Karriere, der mit $482.774 und dem Bracelet belohnt wurde, und Samuel Gerber hat als Runner-up für über $298.726 Preisgeld ebenfalls allen Grund zu jubeln. Herzlichen Glückwunsch!

Das Bracelet und $472.479 beim $1.000-NLHE-Turnier (Event #13) geht an Stephen Gee, der sich im Heads-up gegen Matthew Vance ($292.232) durchgesetzt hatte. Bester deutschsprachiger Spieler bei diesem Turnier war Markus Faller aus Mömbris auf Rang 62 für $6.132.

Tag 2 des 17. Events der World Series ($5.000 NLHE) nahm Nico Behling aus Jena als Fünfter in Chips in Angriff, doch es lief zunächst einiges schief. Gegen Paul Foltyn kam es bereits vor dem Flop zum All-in. Nico hatte seinen Kontrahenten deutlich gecovert, dominierte mit [ad][ks] gegen [as][qh] und es winkte die Führung im Chipcount. Doch gleich im Flop legte der Dealer die entscheidende [qd], 210.000 Chips wanderten in die falsche Richtung und Nico musste mit 70.000 weiterspielen. Es ging danach sogar runter auf 20.000, aber Nico schaffte das Comeback. Mit einem Verdoppler an der Moneybubble (2.000/4.000, Ante: 500), [6c][6s] hielt gegen [as][jc], war er zurück bei 135.000 und in der Schlussphase von Tag 2, bei noch 19 Spielern, hielt dann auch [ah][kc] gegen [ac][qh].

Nico_Behling_wsop_17.jpgNico Behling (Foto: hochgepokert.de)

18 Spieler werden heute Nacht dann um das Bracelet und $818.959 Siegprämie spielen. Nico Behling ist mit 352.000 Chips dabei und auch Dragan Galic hat seine Chance mit 226.000 gewahrt. Es wird allerdings knackig für die beiden, denn die Blinds beginnen bei 8.000/16.000 (Ante: 2.000) und die Führenden im Chipcount, Jason DeWitt, Jeff Williams, Amit Makhija sowie Paul Foltyn haben jeweils über 1,2 Millionen Chips eingesammelt. Mit Antonio Esfandiari und James Caroll liegen zwei weitere Bignames in den Top10. Sicher ist allen ein Preisgeld in Höhe von $31.305. In die bezahlten Plätze schafften es zudem Thorsten Schäfer aus Rodgau (67./$10.497), Marco Liesy aus Speyer (58./$12.283) und der Hamburger Lennart Holz (30./$20.845).

Neu gestartet sind die Events #18 und #19, die wie erwartet nicht die ganz großen Massen anzogen. Trotz des niedrigen Buy-ins von $2.000 waren es beim Limit Hold’em „nur” 476 Spieler, womit der Preispool bei $866.320 liegt und für den Sieger $203.607 bereit stehen. Tag 1 überlebten letztlich 109 Teilnehmer mit Josh Honegger (87.000 Chips) und dem in der Schweiz lebenden Daniel amichaiKK Makowsky an der Spitze (74.600). Was bei den deutschsprachigen Spielern um Malte Strothmann und Ivo Donev herausgesprungen ist werden erst die offiziellen Zahlen bringen.

Mit Event #19 wurde die nächste $10.000 World Championship angepfiffen, diesmal im No-Limit Deuce to Seven Draw. Wie gewohnt trat fast alles an was Rang und Namen in der Pokerszene hat und mit George Danzer und dem Schweizer Anton Allemann haben sich auch zwei deutschsprachige Team PokerStars Pros eingemischt. Von den 101 Startern (Preispool $949.400) überlebten 74 die ersten acht Levels, George und Anton wurden in den Chipcounts zuletzt mit 30.000 bzw. 36.000 geführt. Chipleader ist Homan Houshiar mit 116.100 Chips vor Tommy Vedes mit 112.600. Dabei bleiben auch Daniel Negreanu, Chad Brown, Bary Greenstein, Jason Mercier und Greg Raymer.

DanzerAlemann_wsop_event19.jpgGeorge Danzer (li.) und Anton Allemann

Heute Abend beginnen dann auch zwei weitere Turniere. Für ein Buy-in von jeweils $1.500 stehen Pot-Limit Omaha (Event #20) und Seven Card Stud (Event #21) zur Wahl.

WSOP 2010: Erwartete Überstunden beim Stud Hi-Lo, Verlängerung beim $1.000 NLHE

Mittwoch, Juni 9th, 2010

wsop2010_thn.jpgNur drei Events liefen am zwölften Tag der diesjährigen World Series und der nächste Bracelet-Sieger lässt noch auf sich warten, denn im Amazon Room des Rio Hotels wird zur Stunde noch gespielt. Die Überstunden gibt es wie erwartet bei der $10.000 World Championship Seven Card Stud Hi-Lo. Dort kämpfen Allen Kessler und Frank Kassela Heads-up um das Bracelet und $447.446 Siegprämie.

Team PokerStars Dario Minieri erreichte ebenfalls den Finaltisch, obwohl der Italiener bei noch 14 Spielern, zusammen mit George Lind vom Team PokerStars Online (beide 75.000 Chips), am Ende der Chipcounts rangierte. Doch dann bediente er sich vor allem am Stack von Christopher George, den er auch auf Rang 14 an die Rails schickte, und baute seinen Stack auf bis zu 620.000 aus.

george_lind_wsop_10kstud_hilow.jpgTeam PokerStars Online: George Lind

Als der offizielle Finaltisch mit acht Spielern gefunden war, musste Dario aber mit 316.000 Chips auskommen und der Großteil davon ging gleich an PokerStars-Spieler Vladimir Schmelev, der mit einem Ace-high-Flush und einem 8-Low verdoppelte. Die restlichen 100.000 gab Dario mit einem Paar Asse gegen Twopair von Allen Kessler ab und stand Rang acht für $52.366 zu Buche. Für Schemlev, der zuvor auch schon George Lind auf Platz zehn ($43.833) vom Tisch gefegt hatte, folgte das Aus auf dem siebten Platz ($63.457). Der reichte aus, um Michael Mizrachi an der Spitze der POY-Wertung abzulösen.

In die Verlängerung geht das $1.000-NLHE-Turnier (Event #13). Nach langen Diskussionen entschied die Turnierleitung, dass nur dann durchgespielt wird, wenn bis 22 Uhr Ortszeit Las Vegas die neun Finalisten gefunden sind. Es dauerte dann aber bis nach 23 Uhr und somit wird der Final Table erst heute Abend über die Bühne gehen.

Chipleader ist David Baker mit 2.553.000. Der US-Amerikaner hatte bereits die Player’s Championship auf Rang sechs abgeschlossen und ist dementsprechend heiß, diesmal das goldene Bracelet sowie $472,479 Prämie in Empfang zu nehmen. Zweiter in Chips ist Matthew Vance mit 1.731.000 Chips vor Steven Gee mit 1.540.000. Pokerpro Jared TheWacoKidd Hamby gehört mit 423.000 zu den drei Shortstacks am Finaltisch.

An Tag 2 beim $1.500 NLHE Six-max schafften es ein paar Spieler aus unseren Breitengraden unter die bezahlten 162 Plätze. Der Schweizer Basile Blancpain wurde 126. für $3.345, Landsmann Ronald Grauer und der zweifache Bracelet-Inhaber Eddy Scharf aus Köln kassierten für die Plätze 95 bzw. 94 jeweils $3.636 Preisgeld, der Österreicher Stefan Rapp als 85. $3.951 und Cort Kibler-Melby aus Berlin schied auf Rang 58 für $5.118 aus.

samuel_gerber_wsop_16.jpgSamuel Gerber (Foto: Pokernews.com)

Das Turnier wurde bei noch 16 Spielern abgebrochen und ein Schweizer Pokerspieler hat damit den finalen Tag erreicht. Samuel Gerber liegt mit 347.000 Chips an Position elf. Chipleader ist der Gewinner der EPT Barcelona Carter Phillips mit 922.000 vor Mikhail Lakhitov (763.000). Weiter geht es heute Abend mit Level 20 (6.000/12.000, Ante: 1.000), die Spieler haben $17.488 sicher und die Siegprämie liegt bei $482.774.

Enormen Andrang gab es bei Event #17, wo stattliche 792 Pokerspieler das $5.000-Buy-in auf den Tisch des Hauses legten und so für einen Preispool in Höhe von $3.722.400 sorgten. Vor allem die NLHE-Spezialisten hatten dieses Turnier herbeigesehnt, denn nach den als Crapshot verschrienen $1.000- und $1.500-Turnieren mit Teilnehmerfeldern jenseits der 2.000, gab es diesmal zum Start 15.000 Turnierchips.

Auch aus dem deutschsprachigen Raum waren einige bekannte Gesichter am Start. Fabian Quoss aus Nürnberg, der 2009 Runner-up wurde, war ebenso an den Tischen zu finden wie Team PokerStars Pro Florian Langmann, Daniel Drescher, Konstantin Bücherl, Benny Spindler, Alex Jung, Lennart Holz, Dragan Galic, Marco Liesy, Rainer Meyer, Malte Strothmann, Alexander Meidinger, Johann Mühlbauer, Tim Kahlmeyer, Thorsten Schäfer, der Österreicher Erich Kollmann oder die beiden Schweizer Stefan und Michael Huber.

Langmann_wsop_event17.jpgFlorian Langmann (Foto: hochgepokert.de)

Wer von ihnen unter den rund 225 Spielern für Tag 2 vertreten ist werden erst die offiziellen Chipcounts bringen. Insgesamt werden 72 Plätze bezahlt und auf den kommenden Champion warten $818.959 Siegprämie. Benny Spindler und Erich Kollmann sind definitiv im Laufe von Tag 1 ausgeschieden. Florian Langmann dagegen hat es geschafft und gab am Ende noch ein kleines Interview für Pokernews.com.

Zum Interview: WSOP 2010 – Florian Lagmann

Heute beginnen mit dem $2.000-Limit-Hold’em-Turnier und der $10.000 World Championship No-Limit Deuce to Seven Draw die Events #18 und #19.

WSOP 2010: Bust-out Festival beim NLHE Six-max, zähes Ringen beim Stud Hi-Lo

Dienstag, Juni 8th, 2010

wsop2010_thn.jpgDen zweiten Turniertag beim $1.000 No-Limit Hold’em (Event #13) nahmen insgesamt 446 Spieler in Angriff und Michael Lederer aus der Schweiz lag mit 77.350 Chips sogar auf Rang drei im Chipcount. Letztlich war für ihn aber auf dem 186. Platz für $2.518 schon Endstation und auch für eine ganze Reihe weiterer deutschsprachiger Spieler ging es zwar ins Geld, aber nicht in Turniertag drei:

293. Michael Basler (SUI) – $1.834
274. Jan von Halle (D) – $2.025
178. Sandro Giambonini (SUI) – $2.518
176. David Reimann (D) – $2.518
160. Julien Billion (D) – $2.518
158. Frank Baris (D) – $2.518
123. Elias Wolfl (D) – $2.847
92. Octavian Voegele (AUT) – $3.257
62. Markus Faller (D) – $6.132

Damit scheint Tag drei ohne deutschsprachige Beteiligung über die Bühne zu gehen, Sicherheit bringen aber erst die kompletten Chipcounts. Chipleader ist der US-Amerikaner Matt Vance mit 547.000 Chips, vor dem Briten Christopher Brammer (518.000).

David_Reimann_wsop13.jpgDavid Reimann (Foto: hochgepokert.de)

Das Bracelet beim $1.500 No-Limit Deuce to Seven Draw (Lowball) sowie $92.817 gingen an Yan Chen, der im Heads-up gegen Mike Wattel ($57.375) die Oberhand behielt. Nick Binger, der als klarer Chipleader in das Finale gestürmt war, musste sich mit Rang drei und $37.857 zufrieden geben. Für Team PokerStars Pro Alex Kravchenko lief wenig bis gar nichts zusammen. Er doppelte zunächst Shortstack Todd Bui auf und pushte ein paar Hände später seine letzten 35.000 vom Cut-off All-in. Wattel callte vom Button und stand Pat, während der Russe eine Karte tauschte. Im Showdown reichte Wattel J-7-6-5-4, denn Kravchenko hatte seine Hand 9-8-4-3 mit einer weiteren Vier gepaart. Damit stand Platz sieben für $9.568 zu Buche.

alex_kravchenko_wsop14.JPGAlex Kravchenko

So richtig zur Sache ging es am Starttag beim $1.500 No-Limit Hold’em. Gespielt wurde im Six-Max-Format, das letztlich nicht nur viel Action versprach, sondern noch mehr Action als erwartet bot. 1.663 Pokerspieler waren im Pavillion Room angetreten und im zehnten und damit letzten Level des Tages (Blinds: 500/1.000, Ante: 100) platze bereits die Moneybubble und die 162 bezahlten Plätze waren erreicht. Tag 2 erreichten am Ende sogar nur 146 Teilnehmer.

Chipleader Roger Teska machte aus seinem Startingstack (4.500 Chips) sensationelle 221.000. Ob die deutschsprachigen Teilnehmer um Stefan Rapp, Eddy Scharf und Tim Kahlmeyer etwas reißen konnten bleibt abzuwarten. Denn die Chipcounts für Tag 2 liegen noch nicht vor.

Bei der $10.000 World Championship Seven Card Stud Hi-Lo wurden über zwölf Stunden Poker gespielt, dennoch reichte es längst nicht, um das Feld von 107 Spieler auf die acht Finalisten zu reduzieren. Nicht einmal die Moneybubble (16 bezahlte Plätze) platzte und so werden heute Abend noch 18 Spieler in den Finaltag gehen.

Daniel Negreanu, Barry Greenstein und Jason Mercier sind leider nicht mehr dabei und somit ruhen die Hoffnungen beim Team PokerStars auf Dario Minieri und Online-Vertreter George Lind. Die beiden zählen mit 139.000 bzw. 76.000 Chips allerdings zu den Shortsacks. Den dritten Finaltisch bei der 41. WSOP könnte PokerStars-Spieler Vladimir Schmelev erreichen. Der Russe hat 275.000 eingetütet, was bei Betting Limits 12.000/24.000 noch Spielraum bedeutet.

dario_minieri_wsop_event_6.JPGDario Minieri

Führender im Chipcount ist Frank Kassela mit 515.000, vor Sergey Altbregin mit 497.000 und Kirill Rabtsov mit 388.000. Im Geschäft bleiben zudem John Juanda, Jennifer Harman und Steve Zolotov. Um 15 Uhr Ortszeit Las Vegas geht es weiter, doch ob das Turnier heute wirklich (wie geplant) bis zum bitteren Ende gespielt wird bleibt abzuwarten.

Heute Abend startet zunächst Event #17. Trotz der Variante No-Limit Hold’em wird diesmal sicherlich kein Mammutfeld auf die Reise geschickt, denn das Buy-in ist mit $5.000 etwas üppiger als bisher.

WSOP 2010: "What a Sweat was that" – KidPoker & Co. mussten mächtig schwitzen

Montag, Juni 7th, 2010

wsop2010_thn.jpgDas Hauptaugenmerk aus deutscher Sicht galt natürlich dem $1.500-NLHE-Turnier (Event #11), wo Marvin Rettenmaier als Zweiter in Chips in den entscheidenden dritten Tag startete. Es sah lange Zeit sehr gut aus für den Deutschen, der mit einem gewonnen Coinflip ([6d][6c] vs. [as][qh]) Shortstack Alex Bolotin auf Rang 13 an die Rails schickte und mit 1,42 Millionen voll auf Kurs Finaltisch lag.

Den erreichte Rettenmaier dann auch, allerdings verlor er zuvor noch einen großen Pot gegen Quads Achten von David Randall und 525.000 Chips bedeuteten am Finaltisch nur Rang acht. Chipleader zu diesem Zeitpunkt war Tom durrrr Dwan, und das wird einigen Railbirds überhaupt nicht gefallen haben, zumindest denen, die vor der WSOP gegen einen Bracelet-Gewinn von Dwan gewettet hatten. Wenn man den Gerüchten Glauben schenken darf, kassiert Dwan für ein goldenes Armband weitere zwei Millionen Dollar durch Sidebets und zu den Kunden gehören unter anderem Daniel Negreanu, Phil Ivey und Mike Matusow.

wsop_11_FT.jpgDas Finale von Event #11 sorgte für Schweißausbrüche (Foto: Pokernews.com)

Lange Rede, kurzer Sinn, Marvin Rettenmaier schaffte das Comeback nicht und schied letztlich auf dem hervorragenden siebten Rang für $78.681 aus. Dwan dagegen erreichte das Heads-up gegen Simon Watt, lag allerdings mit 3.160.000 zu 8.385.000 in Chips hinten. 31 Hände lang mussten Negreanu und Co. mächtig schwitzen, doch am Ende hatte Watt seinen Kontrahenten niedergekämpft. Dwan pushte seine letzten 1,65 Millionen mit [qd][6c] All-in und Watt callte insta mit [9d][9c]. Das letzte Board wurde mit [8c][ac][as][ad][kh] gedealt und das Bracelet sowie $614.248 gingen an den Neuseeländer. Dwan musste sich mit $381.885 zufrieden geben.

@RealKidPoker: Congrats to Tom Dwan! We were all rooting for you… To come second! Wow I escaped. What a sweat that was.

Gut zwei Stunden zuvor hatte sich Matt Matros aus Brooklyn das Bracelet und $189.870 beim $1.500-Limit-Hold’em-Wettbewerb gesichert. Er bezwang im Heads-up Landsmann Ahmad Abghari ($117.272). Rang drei ging an den Kanadier Terrence Chan, der im April 2009 das Kunststück fertig gebracht hatte, bei der SCOOP von PokerStars an einem Tag die Limit-Hold’em-Turniere im Mid- und Highstakes-Bereich zu gewinnen. Spieler aus dem deutschsprachigen Raum schafften es nicht in die 63 bezahlten Ränge.

Beim $1.500 No-Limit Deuce to Seven Draw schafften es Chad Brown und Dario Minieri vom Team PokerStars Pro nicht in die bezahlten Plätze, sprich unter die besten 28. Teamkollege Alex Kravchenko dagegen sitzt heute Nacht am Finaltisch der letzten sieben Spieler und hofft auf sein zweites Bracelet nach 2007, als er auch im Main Event einen herausragenden vierten Platz verbuchen konnte. Im Chipcount liegt der Russe mit 144.500 Chips an fünfter Position, allerdings hält nur Michael Binger mit 309.500 wesentlich mehr Chips. Derric Hayne auf Rang zwei bringt es auf 189.000. Während der siebtplatzierte am Ende nur $9.568 in Empfang nehmen wird, warten auf den Sieger immerhin $92.817 Prämie. Der Österreicher Sigi Stockinger schaffte als 25. ($2.943) den Sprung ins Geld.

alex_kravchenko_wsop_14.jpgHofft auf das zweite Bracelet: Alex Kravchenko (Foto: Pokernews.com)

Beim $1.000-NLHE-Crapshot gingen gestern weitere 1.050 Spieler (Tag 1B) auf die Jagd nach Chips und der Ire Andy Black scheint seine an Tag 1A erspielte Führung mit 90.275 Chips zu behalten. Denn an Tag 1B führt Jack Schanbacher die inoffizielle Zählung mit nur 64.700 Chips an. Welche deutschsprachigen Spieler den zweiten Starttag überlebt haben steht noch nicht fest.

Dafür liegen die Chipcounts zu Tag 1A vor und tatsächlich schnitt Jan von Halle mit 31.125 von den deutschsprachigen Spielern am besten ab. Julien Billion aus Sasbachried wird mit 28.000 Chips in Tag 2 gehen, David Reimann wird mit 18.225 geführt und der Schweizer Thorsten Wrisching bringt es auf 13.850.

Insgesamt kehren heute 446 Spieler (278 von Tag 1A und 168 von Tag 1B) an die Tische zurück, 324 Plätze werden bezahlt. Die Gesamtteilnehmeranzahl liegt bei 3.042, der Preispool damit bei $2.737.800 und auf den Sieger warten $472.479 Preisgeld.

Die $10.000 World Championship Seven Card Stud Hi-Lo nahmen 170 Pokerspieler in Angriff, darunter wie erwartet die komplette Weltklasse, während Spieler aus dem deutschsprachigen Raum nicht in der Teilnehmerliste zu finden sind. Im Rennen um die Siegprämie in Höhe von $447.446 und das begehrte Bracelet hat sich Phil Ivey mit 109.800 Chips die beste Ausgangsposition für Tag 2 geschaffen.

barry_greenstein_wsop_1500limit.jpgBarry Greenstein

Insgesamt bleiben 112 Spieler im Turnier und zu den Bigstacks zählt auch Team PokerStars Pro Barry Greenstein. Seine 88.000 Chips bedeuten Rang sechs im Klassement. Seine Teamkollegen Chad Brown (40.000), Daniel Negreanu (37.700) und Jason Mercier (36.000) dürfen sich ebenfalls Hoffnungen auf eine Top-Platzierung machen. George Lind vom Team PokerStars Online kehrt mit 48.000 Chips zurück, Greg Raymer dagegen schied kurz vor dem Ende des Tages aus. Wie schon bei der World Championship Seven Card Stud werden 16 Plätze bezahlt.

Am Montag beginnt dann auch noch das $1.500-Six-max-Turnier (NLHE).

WSOP 2010: Erster Finaltisch mit deutscher Beteiligung in Sicht

Sonntag, Juni 6th, 2010

wsop2010_thn.jpgDie ersten neun Tage der 41. World Series of Poker sind vorbei, zehn Bracelets vergeben, doch irgendwie stellt sich das richtige WSOP-Feeling vor dem heimischen PC noch nicht wirklich ein. Das liegt wohl auch daran, dass die deutschsprachige Pokergemeinde vor Ort in Vegas noch nicht so zahlreich anwesend ist – oder zumindest den Weg ins Rio noch nicht gefunden hat – und die ganz großen Ergebnisse bisher ausgeblieben sind.

Hoffnung gibt es allerdings bei Event #11, dem mittlerweile dritten $1.500-No-Limit Hold’em-Turnier. 297 Spieler starteten dort in den zweiten Spieltag und Marvin Rettenmaier, der zu Beginn noch im hinteren Drittel der Chipcounts zu finden war, erwischte einen Sahnetag. Die entscheidende Hand für den Leonberger spielte sich im 20. und damit letzten Level (6.1000/12.000, Ante: 1.000) des Tages ab.

Rettenmeier_wsop_Event_11.jpgMarvin Rettenmaier

Rettenmaier eröffnete den Pot für 29.000, Kyle Julius callte und der Flop wurde mit [jh][jc][js] gedealt. Der Deutsche setze mit 42.000 Chips nach, bekam den Call und nach der [7s] am Turn wiederholte sich das Ganze für 101.000 Chips. Der River brachte dann das [ad], Rettenmaier feuerte weitere 113.000 ab, doch diesmal raiste Julius auf 300.000. Rettenmaier war gecovert und machte den Call zum All-in mit [ac][qc] für das geriverte Full House. Julius warf seine Hand frustriert in den Muck und so nahm Marvin Rettenmaier den Pot mit über 900.000 Chips entgegen.

Wenig später hatten 21 Spieler den Finaltag erreicht und der Deutsche liegt mit 953.000 Chips auf dem hervorragenden zweiten Rang. Mehr hat nur Cashgame-Spezialist Tom Dwan zu bieten, der natürlich ebenfalls alles in die Waagschale werfen wird, um sein ersten WSOP-Bracelet zu gewinnen und das ist in diesem Turnier gleichzeitig auch satte $614.248 wert. Den Sprung ins Geld schafften auch der Schweizer Daniel Studer (148./$3.460), der Österreicher Jürgen Wenigwieser (138./$3.460) sowie Meike Busch, die ihren ersten WSOP-Event auf Rang 98 für $4.394 Preisgeld abschloss.

Zwei weitere Bracelets wurden in der vergangenen Nacht ebenfalls vergeben. Der Brite James Dempsey schnappte sich den Sieg und $197.470 beim $1.500 Pot-Limit Hold’em, vor Steve Chanthabouasy ($121.963) und JJ Liu ($86.512).

Die $10.000 World Championship Seven Card Stud gewann Men The Master Nguyen, der sich im Heads-up gegen Brandon Adams durchsetzte und neben dem goldenen Armband satte $394.807 Prämie abräumte. Runner-up Adams musste sich mit $243.958 zufrieden geben. Für Michael Mizrachi war diesmal auf Rang sechs ($68.949) Endstation, PokerStars-Spieler Vladimir Schmelev aus Moskau folgte auf Rang sieben ($55.991) und damit liegen die beiden auch in der „Player of the Year”-Wertung ganz vorn.

men_nguyen_wsop_10.jpgMen The Master Nguyen holte sein siebtes Bracelet

Mit Event #13 wurde in der vergangenen Nacht auch das nächste Mammut-Turnier gestartet. 1.922 Pokerspieler nahmen den ersten Starttag (1 A) beim $1.000 NLHE in Angriff und nach neun Levels hatten sich 304 für den zweiten Tag qualifiziert. Definitiv dabei bleibt Jan von Halle und der Hamburger schloss mit 31.000 Chips deutlich über dem Average (ca. 18.000) ab. Ob es noch weitere Spieler aus unseren Breitengraden geschafft haben, werden die Chipcounts zeigen.

Beim $1.500 No-Limit Deuce to Seven Draw (Event #14) waren erwartungsgemäß wesentlich weniger Spieler dabei. 250 Spieler zahlten letztlich das Buy-in und 67 werden heute Nacht um den Einzug an den Finaltisch kämpfen. Auf den Sieger wartet mit $92.817 die bisher geringste Siegprämie der WSOP 2010. Bereits ausgeschieden sind unter anderem George Danzer, Katja Thater, Vanessa Rousso, Daniel Negreanu, Geg Raymer und Barry Greenstein vom Team PokerStars Pro. Die Teamkollegen Dario Minieri, Chad Brown und Alex Kravschenko dagegen bleiben im Rennen und wenn man den inoffiziellen Chipcounts trauen darf, dann ist auch der Österreicher Sigi Stockinger noch mit von der Partie.

chad_brown_wsop_7cardstud.JPGChad Brown

Heute beginnen dann Tag 1B von Event #13 und die $10.000 World Championship Seven Card Stud Hi-Lo. Vielleicht ist dann ja auch Sebastian Ruthenberg im Rio zugegen, schließlich gewann er 2008 in dieser Disziplin sein WSOP-Bracelet.

WSOP 2010: Pat Pezzin casht bei der Stud-Championship

Samstag, Juni 5th, 2010

wsop2010_thn.jpgDie World Series of Poker mutet schon fast wie eine der griechischen Sagen an, zumindest kann man die Mega-Turnier-Serie irgendwie mit der Hydra vergleichen. Ein Turnier wurde beendet, zwei sind gestartet. Gut, etwas weit hergeholt, aber dafür gibt es bei der WSOP auch waschechte Helden, genau wie im antiken Griechenland.

Der neuste Held, zumindest für Kanada, ist Pascal LeFrancois, der das $1.500 No-Limit Hold’em für sich entschieden hat. Für LeFrancois war es das erste Bracelet und der zweite Cash bei einem Turnier überhaupt. Insgesamt kassierte er für seinen Erfolg $568.974 . Der Österreicher Erich Kollmann ging mit einem Shortstack in den letzten Tag und hatte damit nur noch theoretische Chancen auf einen großen Erfolg. Es blieb bei der Theorie und bei einem Cash in Höhe von $16.275 für Platz 23.

Die größte Aufmerksamkeit gilt derzeit der Championship im Seven Card Stud. Das $10.000-Turnier ging in den zweiten Tag und 85 Spieler kehrten zurück. Das Ziel war mit Final Table klar vorgegeben, wurde am Ende jedoch nicht erreicht. Doch der Reihe nach.

Die besagten 85 Spieler legten direkt los und kurz nach dem Start musste Team PokerStars Pro Daniel Negreanu einen Rückschlag einstecken. Gegen John D’Agostino feuerte jede Straße eine Bet, der callte nur, bis er auf dem River selbst aktiv wurde. Sein Board zeigte XX|[9c][7s][5h][Qd]|X und Negreanu (XX|[Td][2h][6d][4c]|X) foldete nach etwas Bedenkzeit.

daniel_negreanu_wsop_internet.JPG

Aber Daniel gab natürlich nicht auf und kämpfte sich immer wieder zurück. Im Laufe des Tages konnte er immer wieder Chip akkumulieren und machte Druck, wo er konnte. Dennoch musste er frühzeitig die Segel streichen. Mit Kings in der Hinterhand, setzte er seine letzten Chips auf der 5th-Street: [Kc][Ks]|[3c][9s][Td]. Brandon Adams ([Jh][3h]|[Js][4d][Kd]) hielt Split-Jacks dagegen und traf auf den letzten beiden Straßen direkt zwei Zehnen zum Two Pair. Negreanu, der [2h][Qd] gedealt bekam, hatte einmal mehr Pech und musste seinen Platz räumen.

Seine Teamkollegen, Barry Greenstein und George Lind, hatten bis dahin auch schon eingepackt, sodass es an Pat Pezzin lag, die Schäfchen ins Trockene zu holen. Der Kanadier verpasste zwar letztendlich das Finale, cashte aber bei diesem Prestige-Event und strich $28.623 für Platz 14 ein. Um 4 Uhr morgens wurde der Tag beendet und insgesamt sind zwölf Spieler für den letzten Tag qualifiziert. Chipleader ist der russische Stud-Spezialist Vladimir Schmelev.

Bei Event #9 ging es ebenfalls ins Finale, dort machen jedoch eher unbekannte Spieler, das Turnier unter sich aus. Der Führende ist Steve Chanthabouasy. Tim Kahlmeyer (54./$3.352; Deutschland) und Stefan Rapp (58./$2.851; Österreich) sowie Team PokerStars Pro Tom McEvoy (41./$3.992) durften sich jeweils einen Scheck abholen.

Zu guter Letzt noch ein paar Worte zu den beiden neu gestarteten Events. Die große Masse versammelte sich beim $1.500 No-Limit Hold’em. Insgesamt 2.563 meldeten sich für Event #11 der laufenden WSOP. Am Ende des Tages waren es nur noch 297, so dass es heute Nacht direkt um den Einzug ins Geld geht, denn 270 werden „in the money” sein. Gute Chancen auf einen der bezahlten Plätze haben die Deutschen Jürgen Wenigwieser (17. Platz), Meike Busch (103. Platz) und Marvin Rettenmaier (208. Platz), sowie Daniel Studer (203. Platz) aus der Schweiz. Team PokerStars Pro Bertrand Grospellier (256. Platz) hält derzeit einen Shortstack. Aber jeder der den Franzosen kennt, weiß, dass dies noch lange nichts zu bedeuten hat.

Für das $1.500 Limit-Event meldeten sich 625 und davon lösten 198 ihr Ticket für Tag 2. Darunter auch das amerikanische Duo Barry Greenstein und Chad Brown. Beide Events gehen heute in die zweite Runde.

WSOP 2010: Aufatmen bei Negreanu, bei der Stud-WM läuft’s

Freitag, Juni 4th, 2010

wsop2010_thn.jpgDie Bracelets Nummer sechs und sieben bei der 41. World Series sind vergeben und wie ich bereits gestern berichtet hatte waren deutschsprachige nicht im Finale vertreten. Beim $5.000-NLHE-Shootout (Event #6) traten mit Neil Channing, Stuart Ritter (beide Großbritannien) und Nicolas Levi (Frankreich) drei Europäer am Finaltable gegen die drei US-Amerikaner Joshua Tieman, Joseph Elpayaa und Brent Hanks an. Das Bracelet und $441.692 schnappte sich am Ende Tiemann, der mit einer 6 zu 1 Führung in das entscheidende Heads-up gegen Channing ($273.153) ging und in der letzten Hand schließlich mit [ah][jc] gegen [as][7h] auf einem Board mit [ks][tc][4c][td][qh] klar die Oberhand behielt.

Bei $2.500 Deuce to Seven Triple Draw sah sich der Peter Gelencser einer Übermacht von fünf Amis gegenüber, doch der Ungar schaffte es ins Heads-up gegen Raphael Zimmermann. In der letzten Hand war Zimmermann bereits nach dem zweiten Draw All-in, tauschte noch einmal eine Karte und hatte keine Chance mit einem Paar Sechsen gegen das 9-7-4-3-2-Low von Gelencser, der für sein erstes Bacelet $180.730 abräumte.

Den zweiten Tag des $1.500-NLHE-Turniers nahmen 270 Spieler in Angriff und nach zehn gespielten Levels hatten es 25 in den heutigen Finaltag geschafft. Gute Nachrichten gibt es dabei für die Pokerfans aus Österreich, denn Erich Kollmann ist mit 148.000 Chips noch im Geschäft. Für den bekannten Pro wird es allerdings eng, denn die Blinds beginnen heute Abend in Level 21 bei 8.000/16.000 (Ante: 2.000). Besser sieht da schon bei Bracelet-Rekordhalter Phil Hellmuth aus, der mit 567.000 als Fünfter in die Entscheidung gehen wird und natürlich auf Armband Nummer zwölf hofft.

Chipleader ist Saar Wilf mit 1.207.000 Chips vor Andrew Cohen mit 1.025.000.
In die Geldränge schafften es Detlef Pashaus aus Kassel als 153. ($3.413) und der Schweizer Renato Maciariello als 67. ($6.510). Die verbleibenden Akteure haben $16.275 sicher, für den Gewinner sind $568.974 veranschlagt.

daniel_negreanu_wsop_event_6.JPGDaniel Negreanu

Frisch gestartet sind in der vergangenen Nacht das 1.500-Pot-Limit-Hold’em-Turnier (Event #9) und die $10.000 World Championship Seven Card Stud. Beim der Seven Card Stud Championship traten 150 Pros an, womit der Preispool bei $1.410.000 liegt. Die ersten acht Levels überlebten 88 Spieler und im Chipcount haben sich zwei alte Bekannte ganz oben in den Chipcounts eingefunden. Michael Mizrachi, frischgebackener WSOP Poker Player’s Champion, führt das Feld mit 191.900 Chips an, dahinter folgt der Runner-up von Event #2 Vladimir Schmelev mit 180.000.

Zu den Bigstacks zählen auch Pokerlegende Doyle Brunson (100.000) und Team PokerStars Pro Daniel Negreanu, der zum Ende des Tages noch ein spektakuläre Hand gegen David Grey gewinnen konnte. Erst kurz vorher hatte er eine mit Gey abgeschlossene Wette getwittert:

@RealKidPoker: Just made side bets on this event with David Grey. I also bet Abe on a cash an FT and a win. With David just FT and win. He’s nitty :-)

Daniel startete mit einem Drilling Jacks in die Hand, machte auf der fünften Straße sogar Quads und hatte zudem das Glück, dass Grey mit einem Drilling Sechsen in die Hand gestartet war und am River ebenfalls den Vierling machte. So gingen jede Menge Chips in den Pot und Daniel schaffte mit 88.000 Chips noch den Sprung in die Top 10. David Grey wird auf Rang 15 mit 72.000 geführt.

@RealKidPoker: Was running ice cold till I got rolled up for the 4th time JJJ. Made quads and David Grey made quad 6’s on the river. Sick hand.

Im Rennen um die Siegprämie in Höhe von $394.800 (16 bezahlte Plätze) bleiben auch Barry Greenstein, Chad Brown, Alex Kravchenko, Dario Minieri sowie George Lind vom Team PokerStars Online und Friend of PokerStars Bill Chen. Informationen zum Abschneiden von Marco Liesy und Robert Zipf sowie den beiden Schweizern Ernst Stoller und Daniel Studer liegen leider nicht vor.

Die ersten zehn Level beim Pot-Limit Hold’em überlebten nur 65 der ursprünglich 654 gestarteten Pokerspieler. Es war ein Blutbad vom Feinsten und fast wäre sogar schon am Starttag die Moneybubble geplatzt, denn es werden 63 Plätze bezahlt. Zu den Opfern zählen unter anderem ElkY, Humberto Brenes, Gavin Griffin, Lex Veldhuis, Joe Cada und Victor Ramdin vom Team PokerStars Pro und weitere Bignames wie zum Beispiel David Ulliot, Gavin Smith, Annette Obrestad, Antonio Esfandiari und, und, und.

Als Chipleader wird James Dempsey mit 205.900 Chips geführt. Ob die letzten Chipstände von Tim Kahlmeyer (29.000) und Stefan Rapp (14.000) wirklich aktuell sind werden erst die offiziellen Listen bringen. Die erste Preisstufe ist mit $2.851 angegeben, der Sieger erhält $197.470 Prämie.

Kahlmeyer_wsop_event_9.jpgTim Kahlmeyer

Heute Abend beginnen dann auch die nächsten zwei Turniere. Das Buy-in liegt jeweils bei $1.500, aber während bei Event #11 No-Limt Hold’em gespielt wird, ist bei Event #12 Limit Hold’em angesagt.

WSOP 2010: Die Mega-Turnierserie nimmt Fahrt auf

Donnerstag, Juni 3rd, 2010

wsop2010_thn.jpgSo langsam wird es unübersichtlich bei der World Series of Poker, denn in der vergangenen Nacht wurde bereits Event #8, ein weiteres $1.500-NLHE-Tunrier, gestartet. Zunächst blicken wir aber auf die $50.000 Poker Player’s Championship (Event #2) und das $1.500 Omaha Hi-Lo (Event #4) zurück, dort wurden ja schon am Dienstag zwei Bracelets vergeben.

Bei der Player’s Championship lieferten sich Michael The Grinder Mizrachi und PokerStars-Spieler Vladimir Schemlev ein spannendes Heads-up, das 83 lang andauerte. Mizrachi hatte zunächst geführt, aber der Russe erarbeitete sich in der Folge einen 3 zu 1 Vorteil, ehe es zum ersten großen Showdown kam. Mizrachi, hatte auf 200.000 geraist, Schmelev machte daraus 750.000 und insta-callte das All-n des US-Amerikaners mit [ad][jd]. Mizrachi zeigte [ac][7c] und benötigte dringend Hilfe vom Board. Bis zum Turn hatte Schmelev sogar eine Straight komplettiert: [kc][9c][td][qh]. Der Russe war also ganz nah dran am Bracelet, doch am River kam die [5c] – Flush für den Grinder und alles war wieder offen. Mizrachi baute seinen Stack nach und nach aus und in Hand #234 folgte der letzte Showdown. Mizrachi pushte mit [qs][5c], Schmelev callte mit [qd][8s] und seinen letzten sechs Big Blinds zum All-in und das Board brachte [9h][6h][4c][5h][4d]. Schmelev bekam $963.375 Preisgeld, das goldene Armband und über $1,5 Millionen gingen an Michael Mizrachi.

vladimir_schmelev_wsop_2.JPGVladimir Schmelev

michael_mizrachi_wsop_50K_champion.jpgWSOP Champion Michael Mizrachi

Auch beim Omaha Hi-Lo dauerte das Heads-up zwischen Dan Heimiller, der bereits ein Bracelet sein Eigen nennt, und Michael Chow sehr lange. Beide Spieler waren mehrfach All-in und zigen den Hals immer wieder aus der Schlinge. Letztlich war es dann aber Michael Chow der sich das Bracelet nd $237.140 schnappte, Heimiller erhielt als Runner-up $146.505 Preisgeld.

Zwei weitere Bracelets wurden dann in der vergangenen Nacht beim $1.000-NLHE (Event #3) und $1.500-NLHE (Event #5) ausgespielt. Während mit Aadam Daya ein Nobody beim $1.000-Tunrier erfolgreich war und $625.872 abkassierte, ging das Bracelet beim $1.500er an einen bekannten Pro aus Großbritannien. Praz Bansi kennen wir von diversen EPT-Turnieren und er setzte sich im Heads-up gegen den Kanadier Vincent Jacques durch, was ihm $515.501 in die Kasse spült.

In diesem Turnier cashte übrigens auch Team PokerStars Pro Humberto Brenes, was grundsätzlich natürlich keine sensationelle Nachricht ist. Aber es ist der 53. WSOP-Cash für „The Shark” und damit rückt er in dieser Wertung auf Platz fünf vor und zieht mit Erik Seidel gleich. Bester deutscher Spieler war Simon Günther, allerdings wurde seine Platzierung korrigiert. Er schloss nicht, wie gestern berichtet, auf Rang 54 ($8.529) ab, sondern als 72. für $6.086 Preisgeld.

humberto_brenes_wsop_event4.JPG53. WSOP Cash für Humberto Brenes

In der zweiten Runde des $5.000-NLHE-Shootout mussten Dario Minieri, John Duthie und Chad Brown ihre Hoffnungen auf den Turniersieg begraben. Alle drei schieden an ihren Tischen vorzeitig aus und müssen sich mit $16.607 Preisgeld zufrieden geben. Das Bacelet wird heute Nacht zwischen den beiden Briten Stuart Rutter und Neil Channing, dem Franzosen Nicolas Levi sowie den US-Amerikanern Joshua Tiemann, Brent Hanks und Joseph Elpayaa ausgespielt. Die Spieler haben bereits $71.998 sicher, für den Champion stehen aber $441.692 bereit.

Auch bei Event #7, Deuce to Seven Triple Draw, gab es keinen Cash für die deutschsprachigen Spieler. Team PokerStars Pro George Danzer schied um Rang 50 aus und damit recht deutlich vor den 30 bezahlten Plätzen. Auch Teamkollege Barry Greenstein und Friend of PokerStars Bill Chen haben es nicht geschafft. Der Spieltag wurde bei noch acht verbliebenen Spielern abgebrochen und so müssen noch zwei Bust-outs ermittelt werden, ehe der Finaltisch komplett ist. In Führung liegt mit David Chiu (WPT World Champion 2008) ein bekannter Profi mit 436.000 Chips vor dem Ungar Peter Gelencser (400.000), der sich vor allem in den Card Casinos in Österreich schon einen Namen gemacht hat. Dem Gewiner winken $180.730 und natürlich ein schickes goldenes Bacelet.

george_danzer_wsop_event4.JPGGeorge Danzer bleibt noch ohne Cash

Den bereits im ersten Absatz erwähnten Event #8 nahmen 2.341 Spieler in Angriff und somit geht es dort um $3.160.350 an Preisgeldern. Während die erste Preisstufe ab Rang 243 mit $2.844 Preisgeld deklariert ist, bekommt der kommende Sieger $568.974 ausbezahlt. Bis dahin ist es aber noch ein langer Weg, da über 300 Spieler den zweiten Turniertag erreicht haben. Ob noch ein paar deutschsprachige Spieler dabei sind, werden erst die Chipcounts bringen. Boris und Lilly Becker sowie Jan von Halle, Tim Kahlmeyer, Daniel Drescher und Konstantin Bücherl sind definitiv ausgeschieden.

Heute Abend beginnen dann auch gleich noch zwei weitere Turniere. Neben Pot-Limit Hold’em ($1.500 Buy-in) wird dann auch die erste $10.000 World Championship ausgespielt. Seven Card Stud macht den Auftakt.

WSOP 2010: Starke Ergebnisse (aber kein Finale) für Andreas Krause und Horst Eilers

Mittwoch, Juni 2nd, 2010

wsop2010_thn.jpgBeim $1.000-NLHE-Turnier gingen 41 Spieler in den dritten Turniertag und mit Horst Eilers hatte auch noch ein deutscher Pokerspieler Chancen auf den ganz großen Wurf. Der Start war dann auch sehr verheißungsvoll für Eilers, denn er baute seine 215.000 Chips im ersten Level deutlich aus. Nach einem Verdoppler mit Pocketqueens gegen Pockettens von Drew Crawford hielt er bereits über 600.000 Chips, womit er in die Top 5 des Chipcounts vorrückte.

Doch in Level 21 (8.000/16.000, Ante: 2.000) brach das Unglück mit aller Macht über Eilers herein. Zunächst verlor er ein Preflop-All-in mit Pocketaces gegen [ks][qs], was seinen Stack auf 155.000 Chips reduzierte, und zu guter letzt reraiste er gegen Alex Baher All-in. Der callte, natürlich, mit [ks][qs], Eilers zeigte [ah][jc] und das Board brachte [6d][kd][8s][9s][5s]. Der König hätte schon gereicht, letztlich machte Baher aber sogar den Flush und Horst Eilers verabschiedete sich auf Rang 31 für $15.642 Preisgeld.

Eilers_wsop_event_3.jpgHorst Eilers

Fast wäre es am heute Abend beginnenden Final Table zu einer einmaligen Vater und Sohn Konstellation gekommen. Gabe Costner verhinderte aber mit der Eliminierung von Vater Irving Rice auf Rang zehn, dass erstmals in der Geschichte WSOP Vater und Sohn in einem Finale aufeinandertreffen. Sohnemann Richard Rice (700.000 Chips) muss die Kohlen also allein aus dem Feuer holen. Chipleader im Finale der neun Nonames ist Aadam Daya mit 2.855.000 in Chips.

Auch der letzte Deutsche von insgesamt 26 Spielern am Finaltag des $1.500-Omaha-Hi-Lo-Turniers (Event #4), Andreas Krause erwischte einen guten Start. Er konnte seinen Stack, unter anderem durch ein geflopptes Wheel (A-2-3-4-5) gegen zwei Gegner, auf bis zu 180.000 Chips ausbauen. Doch bei noch 16 Spielern in Level 22 (Limits 15.000/30.000) blieb ihm nicht einmal mehr ein Big Bet, der dann an Jeff Madsen ging. Für Andreas Krause gab es ein Preisgeld in Höhe von $9.099.

Auch Jeff Madsen schaffte es als Zwölfter nicht in das Finale, das immer noch entschieden ist. Im bereits seit gut zwei Stunden andauernden Heads-up führte Dan Heimiller zuletzt nur hauchdünn vor Michael Chow. Dem Gewinner winken $237.140 und das goldene Bracelet, der Zweite muss sich mit $146.505 begnügen.

Im Heads-up befindet sich auch die $50.000 Poker Player’s Championship. Auch Michael Mizrachi und der Russe Vladimir Schmelev bekämpfen sich seit gut zwei Stunden und auch bei ihnen sind die Stacks (jeweils über 80 Big Blinds) nahezu ausgeglichen. Allerdings wird im Gegensatz zu Event #4, bei der Player’s Championship No-Limit gespielt und ein Set-up kann jederzeit die Entscheidung bringen. Hier warten $1.559.046 auf den Sieger und $963.375 auf den Runner-up.

Beim $1.500-NLHE-Tunrier (Event #5) nahmen 223 Spieler den zweiten Tag in Angriff und bei 216 bezahlten Plätzen war die Moneybubble schnell erreicht. Von den deutschsprachigen Spielern schafften Johannes Schlenkerbro (196./$2.880), der in Australien lebende Österreicher Octavian Voegele (190./$2.880) sowie Landsmann Stefan Rapp (149./$3.163) den Sprung ins Geld. Am besten schnitt aber der deutsche Spieler Simon Günther als 54. ab, was ihm $8.529 Preisgeld einbrachte.

dario_minieri_wsop_event_6.JPGDario Minieri

Beim $5.000 NLHE Shootout (Even #6) gingen insgesamt 358 Pokerspieler (Preispool $1.682.600) an den Start, unter ihnen auch PokerStars SportsStar Boris Becker, Frank Blümlein, Tim Kahlmeyer, Daniel Drescher und Konstantin Bücherl. Leider konnte keiner seinen Tisch gewinnen und so läuft die Runde der letzten 36 ohne deutsche Beteiligung ab.

Wesentlich besser lief es beim Team PokerStars Pro, denn mit Dario Minieri, Chad Brown und John Duthie haben gleich drei Teammitglieder die nächste Runde erreicht. Die Konkurrenz ist allerdings groß, denn auch Top-Spieler wie Chris Ferguson, Tom Dwan, Christian Harder oder EPT Player of the Year Maxim Lykow gewannen ihre Tische in der ersten Vorrunde. Ab Runde 2 wird mit sechs Spielern pro Tisch gespielt. $16.607 Preisgeld sind sicher, aber für das Bracelet sind $441.692 veranschlagt.

Spät in der Nacht unserer Zeit wurde dann auch noch Event #7 angepfiffen. Deuce to Seven Triple Draw Lowball (Limit) stand auf dem Programm und 291 Spieler legten das Buy-in in Höhe von $2.500 auf den Tisch. Der Preispool liegt damit bei $669.300 und das Turnier läuft zur Stunde noch. Ob die deutschsprachige Riege um Johannes Steindl, Marco Liesy, Thorsten Schuler etwas reißen konnte werden erst die Chipcounts zeigen. Auf den Sieger dieses Turniers warten $180.730 und insgesamt werden die ersten 30 bezahlt.

WSOP 2010: Erste Preisgelder für deutsche Pokerspieler

Dienstag, Juni 1st, 2010

wsop2010_thn.jpgHeute Nacht wird das nächste Bracelet vergeben, denn die acht Finalisten der $50.000 Poker Player’s Championship sind ermittelt. Zum zweiten Mal in der WSOP-Geschichte, nach Ross und Barny Boatman 2002, wird dann ein Bruderpaar zusammen am Final Table sitzen. Robert Mizrachi, der 2007 schon ein Bracelet bei der $10.000 PLO World Championship gewinnen konnte, ist mit 3.125.000 Chipleader, sein jüngerer Bruder Michael liegt mit 2.620.000 an dritter Stelle, gleichauf mit John Juanda. Mit dem zweitgrößten Stack geht David Baker (3.095.000) in das Finale um die Chip Reese Memorial Trophy und $1,55 Millionen Siegprämie.

Für 481 Pokerspieler ging es an Tag 2 des $1.000-NLHE-Turniers (Event #3) direkt in Richtung Moneybubble und mindestens fünf Spieler aus Deutschland überwanden diese Hürde. Andre Stavenow, Robert Zipf, Oliver Nebel, Horst Eilers und Thomas Stoll hatten damit $1.877 Preisgeld sicher. Im Kampf um das Bracelet und $625.872 bleibt wohl nur Horst Eilers dabei. Der gewann in Level 16 (2.000/4.000, Ante: 500) einen Monsterpot, als er mit [ac][kd] zwei Spieler All-in hatte, die [ah][qc] und [qs][qh] zeigten. Gleich im Flop kam der [kc] und Eilers hielt plötzlich knapp 200.000 in Chips.

Eilers_Stoll_wsop_event_3.jpgHorts Eilers (li.) und Thomas Stoll

Letztlich überlebten 41 Spieler diesen actiongeladenen Tag und Eilers wurde in den Chipcounts zuletzt mit 215.000 Chips geführt, womit er im Mittelfeld liegen würde (Average 300.000). Ob diese Zahl noch stimmt werden allerdings erst die offiziellen Chipcounts verraten.

Mit Event #5 ist in der vergangenen Nacht auch das erste $1.500-NLHE-Tunrier gestartet. Dort waren unter anderem Tim Kahlmeyer, Daniel Drescher, Konstantin Bücherl, George Danzer, Alexander Turyansky, Rainer Meyer und die vier Österreicher Stefan Rapp, Erich Kollmann, Octavian Voegele sowie Johannes Steindl mit von der Partie. Wobei Steindl, Drescher, Bücherl und Danzer Tag 2 definitiv nicht erreicht haben.

Insgesamt haben bei diesem Turnier 2.092 Spieler das Buy-in bezahlt, sodass es um insgesamt $2.824.200 an Preisgeldern geht. 243 Spieler haben die ersten zehn Levels überlebt und damit geht es an Tag 2, bei 216 bezahlten Plätzen, auch direkt in Richtung Moneybuble. Die erste Preisstufe bringt $2.880 und es wird auf den Finaltisch heruntergespielt. Auf den Champion warten am Mittwoch dann $515.501 Prämie.

Krause_wsop_event_4.jpgAndreas Krause hat Tag 3 beim Omaha Hi-Lo erreicht

Den zweiten Tag von Event #4 ($1.500 Omaha Hi-Lo) überlebten 26 Spieler und mit Andreas Krause bleibt auch noch ein bekannter deutscher Pokerpro im Rennen um das Bracelet und $237.140 Siegprämie dabei. Mit 81.000 in Chips liegt er allerdings nur an 21. Position, Chipleader Sasha Rosewood bringt es dagegen auf satte 399.000. Mit Jeff Madsen, Dan Heimiller, Ylon Schwartz, David Bach und Huck Seed sind auch noch einige Bignames im Turnier.

Bildquelle: hochgepokert.de