Seit dem 31. Mai läuft im Rio All-Suite Casino von Las Vegas die mittlerweile 42. World Series of Poker und in der vergangenen Nacht gab es auch schon das erste Bracelet für das Team PokerStars Pro. Eugene Katchalov, der im Januar schon das $100.000 Super Highroller Turnier im Rahmen des PCA 2011 gewinnen konnte, triumphierte beim $1.500 Seven Card Stud (Event #5) über 356 Mitspieler (Preispool: $481.950) und kassierte $122.909 Siegprämie.
Erstes Bracelet für Eugene Katchalov
Im abschließenden Heads-up bekam es der Kanadier mit Alessio Isaia zu tun und der Italiener, der unter anderem Eric Buchman auf Rang drei an die Rails geschickt hatte, führte deutlich mit 1,35 Millionen zu 250.000 Chips (Level 23 – Limits: 15.000/30.000, Ante: 3.000). Katchalov fiel sogar auf 100.000 Chips zurück, doch dann folgte ein sagenhaftes Comeback. Mit einem Drilling Zehner verdoppelte der PokerStars Pro zunächst auf 225.000 und baute Katchalov seinen Stack mit einem Full House, und dem bis dahin größten Pot des Turniers, auf 675.000 Chips aus. Nur ein paar Hände später brachte ein Flush bereits die Führung für Katchalov.
Zu Beginn des nächsten Levels hatten sich die Vorzeichen komplett verschoben, Katchalov gewann einfach jede wichtige Hand. Am Ende war Isaia bereits auf der Third-Street mit [ks][8c]/[jc] All-in, Katchalov zeigte [ac][3d]/[9h] und der Iatliener verbesserte sich auf Fifth-Street mit dem [kc]. Katchalov bekam mit der vorletzten Karte nur die [9c] gedealt, aber am River machte er mit dem [ah] Twopair, Isaia muckte und das erste goldene Armband für Eugene Katchalov war in trockenen Tüchern.
Einen bemerkenswerten Erfolg verbuchte Teamkollege Humberto Brenes bereits eine Nacht zuvor beim $1.500 Omaha Hi-Lo (925Teilnhemer, Preispool: $1.248.750). Das Urgestein aus Costa Rica feierte im vergangenen Monat seinen 60. Geburtstag und legte jetzt auch seinen 60. WSOP-Cash nach. Brenes cashte aber nicht nur, er schaffte es sogar an den Finaltisch und durfte lange Zeit von seinem dritten Bracelet träumen.
Letztlich wurde es „nur” Rang sechs für $42.857, nachdem Brenes seine letzten Chips auf einem [ah][js][tc]-Flop mit [ad][qh][8s][4d] investierte und gegen die Nut-Straight von Kostas Kalathakis [ks][qs][jh][3h] lief. Turn [9d] und River [8d] änderten nichts, aber Humberto ließ sich die Laune nicht verderben und verabschiedet sich mit einem breiten Grinsen aus dem Turnier. Das Bracelet und $262.283 musste Kalathakis dann Francesco Barbaro überlassen.

Der erste WSOP-Cash von Brenes datiert aus dem Jahre 1987, als er Rang 14 für $12.500 erreichte. Seitdem hat er über $2 Millionen bei der WSOP abgeräumt und mit 60 Cashes liegt er in der All-Time-List auf Rang sechs. Lediglich Erik Seidel (61), Berry Johnston (61), Chris Ferguson (63), Men Nguyen (71) und Phil Hellmuth (79) liegen noch vor ihm in dieser Wertung.
Aus deutscher Sicht haben sich ebenfalls erste Erfolge eingestellt. Konstantin Bücherl kam deep im $5.000 No-Limit Hold’em (Event #4), musste am Ende aber mit Rang 20 und $27.442 zufrieden sein. Beim zweiten Championship-Event, $10.000 Pot-Limit Hold’em, waren insgesamt 249 Pokerspieler an den Start gegangen. 28 sind zur Stunde an der Moneybubble, denn nur 27 Plätze werden bezahlt und für Thorsten Schäfer sah es zuletzt mit 271.000 Chips (Blinds: 4.000/8.000) sehr gut aus.
Die Konkurrenz in diesem Turnier ist allerdings gewaltig. Team PokerStars Pro Daniel Negreanu, Robert Mizrachi und Mike Matusow sind mit jeweils knapp unter 200.000 notiert worden, während Amir Lehavot (635.000) das Feld vor Chris Moorman (490.000) anführte. Weitere Bignames mit Bracelet-Chancen sind Stephen Chipdwick, Jason Somerville und Toby Lewis. Auf den Sieger warten satte $573.456 Prämie, die erste Preisstufe bringt $20.129 Preisgeld.